Wette verloren und doch gewonnen

Schneebergs Bürgermeister mobilisiert nur 31 Fußballteams, weil nicht nur die im DFB-Elf im Urlaub ist. Das Publikum nimmt Einfluss auf die Wertung.

Schneeberg.

Genauso wie die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland gescheitert ist, so hat auch Schneebergs Stadtoberhaupt Ingo Seifert die Bürgermeisterwette verloren - wenn auch sehr knapp.

Herausforderer Andreas Weigel, Inhaber der Firma Diginetmedia in Schneeberg, hatte gewettet, dass es der Seifert nicht schafft, 32 Mannschaften auf den Markt zu bekommen, die als Fußballteams erkennbar sind und gemeinsam das Lied "Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt" singen. Es war knapp, aber am Ende hat dem Bürgermeister eine Mannschaft gefehlt. Moderatorin Katja Reichert vom Team des Kulturzentrums "Goldne Sonne" in Schneeberg hatte eine Erklärung für das Scheitern parat: "Es fehlt die DFB-Elf, die ist gerade noch im Urlaub."

Betrübt und nachdenklich, so war die Stimmung bei Ingo Seifert in den letzten Wochen: "Das Problem ist, dass die Sportvereine durch die Ferien alle auseinandergezogen und weltweit verstreut sind. Und wenn die Kapitäne nicht da sind, dann fehlen auch die Mannschaften."

Was an Teams auf die Bühne kam, war tatsächlich bunt gemischt: Begonnen bei Tänzerinnen im Show-Outfit über Familien in Jeans und T-Shirts bis hin zu echten Fußball-Mannschaften - alles war vertreten. Selbstbewusst und wenig zögerlich meinte Seifert spontan: "Beim Mitzählen ist mir aufgefallen, dass jedoch einige Mannschaften dabei sind, wo mehr als elf Spieler aufgelaufen sind. Also ist die Wette gewonnen." Dafür gab es Zustimmung aus dem Publikum, und Herausforderer Andreas Weigel hat beide Augen zugedrückt: "Das Publikum hat so entschieden, und ich löse meinen Wetteinsatz ein. Die Stadt Schneeberg bekommt einen virtuellen Rundgang vom Rathaus."

Die Wette fürs nächste Jahr steht auch schon. Herausforderer ist dann Andreas Franke vom Vital Therapie- und Sportzentrum in Schneeberg. Er sagt: "Die Idee ist, dass es der Schneeberger Bürgermeister schaffen muss, 50 Paare, die in Schneeberg geheiratet haben, in ihren Original-Hochzeitskleidern auf den Markt zu holen. Die Herausforderung wird wohl sein, dass die Paare noch in die Kleidung reinpassen." Hinzu kommt, dass der Bergstreittag 2019 auf einen Montag fällt.

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