Zinngrube investiert in Sicherheit

Das Besucherbergwerk in Ehrenfriedersdorf hat voriges Jahr weniger Gäste angelockt. Das soll sich mit neuen Angeboten ändern.

Ehrenfriedersdorf.

Annähernd 12.800 Gäste haben 2018 das Besucherbergwerk "Zinngrube" Ehrenfriedersdorf besucht. Laut Geschäftsführer Hendrik Konz, sank die Zahl damit im Vergleich zu 2017 leicht. Das habe sich aber in den üblichen Schwankungsbereichen der vergangenen Jahre befunden. Alles in allem sei 2018 ein gutes Geschäftsjahr gewesen. Dass das so ist, hänge auch mit einem Sonderprojekt zusammen, das trotz geringerer Besucherzahlen und damit weniger Einnahmen durch Eintrittsgelder zu einem größeren Gesamtumsatz geführt habe. Konkret geht es um die Sanierung des Röhrgrabens.

Doch wie sieht es aktuell aus? "Es ist wie befürchtet ein recht schwieriges Übergangsjahr", so Konz. Der langjährige Geschäftsführer Matthias Kreibich hatte das Besucherbergwerk zu Jahresbeginn verlassen, ist in Rente gegangen. Die Führungsspitze ist seitdem geteilt. Hendrik Konz ist Geschäftsführer, Erik Ahner Betriebsleiter. Veränderungen wurden angestoßen, Gehälter erhöht, ein Personalkonzept erstellt. Zudem liege die Besucherzahl noch unterm Niveau von 2018, und der Instandhaltungsaufwand sei hoch. Viele Reparaturen mussten erledigt werden. Da kommt es wie gerufen, dass es vom Zweckverband Sächsisches Industriemuseum zusätzliches Geld gibt. Die 50.000 Euro sollen unter anderem in Audioguides fließen. Gäste hätten bereits bemängelt, dass es so ein Angebot bisher noch nicht gibt. "Vor allem mit dem Welterbetitel ist das wirklich notwendig", so Konz. Die Geräte sollen für die Sprachen Englisch, Niederländisch und Tschechisch zur Verfügung stehen. Allein dafür seien 15.000 Euro nötig. Auch in die Sicherheit werde investiert. So soll ein Funkverbindungssystem zwischen Maschinist und Schacht eingerichtet werden. Am Alexandertagesschacht, der als zweiter Rettungsweg dient, müsse das Gerüst unter Tage erneuert werden. Ersatzinvestitionen im Bereich Grubenloks und Gleise stehen ebenfalls an. Die 50.000 Euro seien ein Anfang, der Bedarf deutlich höher.

Um mehr Besucher auf das Bergwerk aufmerksam zu machen, seien neue Flyer gedruckt, Angebote ausgebaut und der Internetauftritt auf der Seite des Industriemuseums erneuert worden.

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