Schloßbergstraße nach knapp zwei Jahren fertig

2013 war der Bau sogar Bestandteil der Eingemeindungsvereinbarung. Die Umsetzung hat der Stadt Marienberg viele Probleme bereitet.

Zöblitz.

Ein schlechter Straßenzustand gehört zu den größten Ärgernissen von Autofahrern und Anwohnern. Mit der am Mittwoch erfolgten Verkehrsfreigabe der Schloßbergstraße im Marienberger Ortsteil Zöblitz ist nun wieder ein Stück Ärgernis verschwunden.

Rund zwei Millionen Euro hat die Stadt Marienberg in den Straßenbau inklusive des Ersatzneubaus des Regenwasserwasserkanals, der Erneuerung der Straßenbeleuchtung und des Wanderparkplatzes investiert. Ebenso wurden ein Teilabschnitt der Straße Am Burgberg erneuert sowie ein Schmutzwasserkanal saniert. Das Land Sachsen stellte dafür aus drei verschiedenen Förderprogrammen für Straßen-, Kanal- und Wanderparkplatzbau insgesamt rund 1,18 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

"Eine Zuwendung in dieser Höhe ist alles andere als selbstverständlich", sagte Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos). Für ihn schließt die Verkehrsfreigabe der Straße ein Vorhaben ab, das die Stadt Zöblitz noch vor dem Zusammenschluss mit der Bergstadt gern in Angriff genommen hätte. "Deshalb war es im Jahr 2013 auch Bestandteil der Eingemeindungsvereinbarung", so André Heinrich, der mit dem Bauleiter der ausführenden Straßen- und Tiefbaufirma, Frank Buschmann, die letzte Absperrschranke von der Fahrbahn trug.

In drei Bauabschnitten waren die Bauarbeiter seit August 2018 damit beschäftigt, die rund 900 Meter lange Straße grundhaft zu erneuern. Unter anderem wegen fehlender Fördermittelbescheide musste der Stadtrat während der Bauzeit mehrfach Vorfinanzierungen zustimmen. Zudem verteuerten sich beispielsweise der Ausbau des Wanderparkplatzes um rund 33.000 Euro. Aufgrund der bei den Kanalarbeiten entdeckten, fehlerhaften Anschlüsse stiegen die Kosten um weitere 68.000 Euro. Obwohl die Schloßbergstraße nun wieder vollständig für den Verkehr nutzbar ist, wird dort weiter gearbeitet. Wie Frank Buschmann erklärte, sind noch einige kleinere Arbeiten in den Randbereichen der Straße erforderlich. Als Beispiel nannte er etwa die Vervollständigung der Gehweg-Pflasterung.

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