Auer drucken nun Lauter-Bernsbachs Amtsblatt

Eine Geschäftsaufgabe hat die Stadt gezwungen, einen neuen Anbieter zu suchen. Die kommunale Veröffentlichung soll zugleich ein bisschen aufgepeppt werden.

Lauter-Bernsbach.

Aus ganz pragmatischen Gründen muss die Stadt Lauter-Bernsbach die Druckerei für ihr kommunales Mitteilungsblatt wechseln. Das bisher damit betraute Unternehmen gibt seine Geschäftstätigkeit altersbedingt demnächst auf, so ist es zumindest angekündigt. Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler) will den Umstieg allerdings gleich noch für weitere Änderungen nutzen.

"Ich finde, dass das Mitteilungsblatt bisweilen etwas altbacken anmutet - von der Aufmachung her", sagte er während der jüngsten Stadtratssitzung. Das Layout wünsche er sich frischer und übersichtlicher. Da gebe es grafisch Nachholbedarf. Dabei habe der Wechsel die Verwaltung ziemlich unvorbereitet getroffen. "Die bisherige Druckerei, die immer ein hervorragender Partner für uns war, schließt jetzt doch schneller als gedacht", erklärte Kunzmann. Denn eigentlich war das erst für das Jahresende angekündigt. Nun allerdings hat das Unternehmen mitgeteilt, dass die Herstellung des Hefts schon kurzfristig nicht mehr möglich sei.


Die Juli-Ausgabe des Mitteilungsblatts von Lauter-Bernsbach ist demnach bereits die letzte gewesen, die in der bisherigen Firma zu Papier gebracht wurde. "Wir haben daraufhin zügig mehrere Druckereien abgefragt, um eine Alternative zu finden", berichtete das Stadtoberhaupt. Dabei streckte die Kommune die Fühler unter anderem nach Grünhain-Beierfeld, nach Stützengrün und nach Wilkau-Haßlau aus. Den Auftrag vergaben die Bürgervertreter schließlich an die Druckerei Rockstroh in Aue. "Sie lag laut Angebot als wirtschaftlichster Bieter vorn", sagte Kunzmann. Positiv sei auch die Nähe. Ein Gespräch zu den Abläufen - wie Lieferung der Daten, Terminketten, Auslieferung und Abrechnung - sei bereits geführt worden. "Das alles stimmt uns positiv. Wir haben ein gutes Gefühl."

Der Vertrag, dem die Räte zustimmten, habe eine Laufzeit von vorerst fünf Jahren, wobei beide Seiten nach dem ersten Jahr ein Sonderkündigungsrecht besitzen - sofern das Miteinander doch nicht klappen sollte. Davon aber gehe keiner aus, betonte Kunzmann. Die Kommune lässt sich das Mitteilungsblatt monatlich 1200 bis 1500 Euro kosten. Neben der Stadtverwaltung mit ihren amtlichen Bekanntmachungen inklusive Terminen nutzen Schulen, Kirchgemeinden und Vereine das Mitteilungsblatt, um Informationen und Nachrichten an die Frau und den Mann zu bringen. Bisweilen gehören historische Beiträge zum Inhalt. Diese Vielfalt will Kunzmann beibehalten. "Denn ich bin froh darüber, weil es das für unsere Einwohner interessanter macht."

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