Blut an Schaufenster gespritzt

Vor einem Geschäft in Annaberg lagen gestern büschelweise Haare. War es ein Verbrechen oder ein übler Scherz?

Annaberg-Buchholz.

Was ist in der Nacht zum Donnerstag vor dem Modehaus Marius an der Wolkensteiner Straße in Annaberg-Buchholz passiert? Hat es eine Schlägerei gegeben, wurde jemand mit einem Messer angegriffen? Bei der Polizei ist nichts von dem aufgelaufen. Das heißt aber nicht, dass es derartige Auseinandersetzungen nicht gegeben hat.

Fakt ist, als Dekorateurinnen gestern Morgen die Schaufenster des Modehauses umgestalten wollten, machten sie eine grausige Entdeckung. An nahezu jeder Schaufensterscheibe befanden sich rötliche Spritzer. Für die Frauen stand sofort fest, das ist Blut. Doch damit nicht genug. Unmittelbar vor einem der großen Scheiben lag büschelweise offenbar abgeschnittenes schwarzes Haar. "Das ist einfach eklig", sagte eine der Frauen, die nach ihrer Entdeckung umgehend die "Freie Presse" informierte.

Geschäftsinhaber Martin Hechenberger hatte zu dem Zeitpunkt bereits das Polizeirevier der Kreisstadt von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Dabei erfuhr er, dass keine tätlichen Auseinandersetzungen aus der letzten Nacht bekannt geworden sind. "Das mag ja sein. Aber vielleicht liegt ja jemand schwer verletzt irgendwo auf einer Wiese", sagt Hechenberger.

Was genau passiert ist, das versucht nun die Polizei in Erfahrung zu bringen. Nachdem Beamte Proben sowohl von den Haaren als auch von den rötlichen Spritzern an den Scheiben genommen haben, werden diese nun in Chemnitz untersucht. Erste Ergebnisse lagen dann bereits gestern Nachmittag vor. Die Haare stammen von einer Perücke. Bei den rötlichen Spritzern handelt es sich nicht um Farbe, erklärte Andrzej Rydzik, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz. Nun werde geprüft, ob es sich um menschliches oder tierisches Blut handelt.

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