Die, die immer investiert

Warum Aue keine Angst vor Krediten hat, wieso die Griechen helfen und weshalb die Stadt bald reich ist

Dünn und dünner wie Metallfolie aus den Auerhammer Metallwerken werden die finanziellen Spielräume für die Stadt Aue, die infolge der Auflagen der eisenherzigen Aufsichtsbehörde sogar eine teilweise Haushaltssperre hinnehmen hat müssen. Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Ein paar weitere dringende Großinvestitionen später könnte alles schon viel - schlechter - aussehen. Doch Aue wäre nicht Aue, wenn es das so einfach hinnehmen würde. Aue ist schließlich kein altes Mutterschaf, das halb blind und des Lebens müde freiwillig zur Schlachtbank läuft, um dort seinen letzten Cent abzuheben. Nein!

Aue ist kreativ. Weil der Stadt etwas einfallen musste, um noch mehr Investitionen zu stemmen und Kredite zu tilgen, hat sie ein überzeugendes Maßnahmenpaket mit zwei Maßnahmen geschnürt, das hier kurz zerrissen werden soll.

Zunächst sollen möglichst viele Schulden aufgenommen werden. Das Konzept dahinter: Überschuldung provoziert Unterstützung. Der Oberbürgermeister ist der Überzeugung, die Griechen könnten sich im Gegenzug für die Hilfe durch Deutschland in Sachen Schuldentilgung mal revanchieren, bei einer deutschen Stadt wie Aue. Der OB versicherte seinen Stadträten, dazu mit dem griechischen Finanzminister ein Gespräch in freundlicher Atmosphäre geführt zu haben.

Und Aue wird die Quadratur des Kreises weiterhin schaffen - größere Geldreserven trotz Investitionen. Dazu sollen Cent-Stücke im Auerhammer Verfahren gewalzt werden.

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