Erste-Hilfe-Parcours setzt den i-Punkt

20 Schulsanitäter aus Beierfeld und Lany haben ein Wochenende gemeinsam verbracht - sie lernten auf ihrem Fachgebiet und vertieften Freundschaften.

Schwarzenberg/Beierfeld.

Wer als Schulsanitäter wirken will, der muss Blut sehen können. Am Abenteuerspielplatz in Schwarzenberg Sonnenleithe waren Mädchen und Jungen aus Tschechien und aus Deutschland am Samstagvormittag bei der Versorgung von Wunden gefragt. Mit viel Geschick beruhigten die Schulsanitäter die Verletzten und verbanden die zum Teil klaffenden Wunden. Glücklicherweise waren diese nur ein perfektes Imitat, denn bei jenem Unfall am Spielplatz handelte es sich um eine Station auf dem Erste-Hilfe-Parcours.

Dieser Parcours bildete den Höhepunkt des Ausbildungswochenendes, an dem neun Schulsanitäter aus Beierfeld und elf aus der Partnerschule im tschechischen Lany teilgenommen haben. Hinter den deutschen und tschechischen Sanitätern lagen da schon aufregende Tage.

Bereits zum vierten Mal gab es einen solchen Austausch zwischen den Partnern. Beim Parcours ging es nicht nur um die Handgriffe bei der Ersten Hilfe, sondern auch um Geschick. So mussten die Teilnehmer einen Stuhl aus Holz zusammenbauen und über einem Lagerfeuer Wasser zum Kochen bringen.

Bei der Betreuung der Stationen holte sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (TWH) Aue-Schwarzenberg. "Interessant war, dass die tschechischen Betreuer festgestellt haben, dass unsere Kinder besser mit Werkzeugen umgehen können", sagt André Uebe, der Vorsitzende des Beierfelder DRK-Ortsvereins. "Wir vermuten, dass sich da die Ausbildung und die Möglichkeiten im Technikzentrum unserer Schule auszahlen", so Uebe.

Kreativität war ebenfalls gefragt - jede Gruppe musste eine Rotkreuz-Collage mit deutsch-tschechischer Beschriftung gestalten. Für die tschechischen Schülerinnen undSchüler sei der Austausch zudem auch sprachlich eine Bereicherung. Denn sie lernen in Lany, einer Gemeinde vor den Toren von Prag, Deutsch als erste Fremdsprache.

Das lange Wochenende hatte für die Teilnehmer bereits am Donnerstag in der sächsischen Landeshauptstadt begonnen. Da stand zunächst ein Empfang beim DRK-Landesverband Sachsen auf dem Programm. Zudem gab es eine abendliche Besichtigung von Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust, ein Picknick auf der Brühlschen Terrasse und einen Besuch in der Frauenkirche.

Die erste Nacht verbrachten die Schulsanitäter in einer Jugendherberge, ehe es am Freitag nach Beierfeld ging. "Dort haben sie eine eigene Klasse gebildet und hatten eine gemeinsame Stunde Englisch", so André Uebe, der sich über vielfältige Unterstützung freuen kann. Unter anderem stellte das ACE in Schwarzenberg erneut kostenfrei Kleinbusse für die Touren nach Dresden und rund um den Spiegelwald zur Verfügung. "Ohne diese Hilfe wäre vieles gar nicht möglich", sagt der Vereinschef.

Schon in ein paar Tagen fahren er und seine Frau Simone erneut nach Lany, um weitere Schulsanitäter in der Partnerschule auszubilden. Der Kontakt war vor einigen Jahren entstanden, weil sich in der dortigen Kommune genauso wie in Beierfeld ein Museum befindet, dass sich der Rot-Kreuz-Geschichte widmet.

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