Fehlende Werbung für WM erhitzt Gemüter

Bürger und Räte fordern bessere Vermarktung des Saisonhöhepunktes

Oberwiesenthal.

Zur jüngsten Sitzung in Oberwiesenthal lag zu vorgerückter Stunde nur noch der Punkt Bürgerfragestunde vor Stadtrat und Besuchern. Doch der hatte es in sich. Nachdem Hotelier Hans Pankl quasi die Lunte gelegt hatte, wurde sich im Saal teils in Rage geredet. Thema: die fehlende Werbung in der Stadt für die in drei Monaten stattfindende Nordische Ski-Weltmeisterschaft der Junioren (JWM).

"Noch nicht einmal auf der Startseite der Internetpräsentation der Stadt findet man etwas zur JWM, kein Logo, nichts. Wissen Sie überhaupt, dass dieses Ereignis stattfindet?", fragte Pankl Bürgermeister Mirko Ernst (FDP). "Diese Fragestellung ist schon sehr provokativ", konstatierte daraufhin das Stadtoberhaupt. Ernst ließ den Hotelier dennoch wissen, dass für das gesamte Marketing für den Saisonhöhepunkt der Wintersportclub (WSC) Erzgebirge Oberwiesenthal die Hauptverantwortung trägt. Laut Ernst sei alles auf einem guten Weg. Vonseiten der Stadt werde es marketingtechnisch keine Alleingänge geben. Man könne gern über ergänzende Maßnahmen reden. Aber auch die müssten mit dem Verein entsprechend abgestimmt werden.

Stadtrat Lutz Heinrich (Fraktion Einz) forderte, dass ab jetzt zu jeder Ratssitzung ein WSC-Vertreter anwesend ist, um Fragen zu beantworten. Wenn die JWM nicht der erhoffte Erfolg wird, heißt es am Ende nicht, der WSC ist schuld, sondern die Stadt hat versagt, so Heinrich. Jens Benedikt (Einz) gab zu bedenken, dass der WSC nicht alles machen kann. Und Erik Schulze (CDU) meinte, dass sich die Stadt nicht ausreichend mit der JWM schmücke. "Das stimmt so nicht. Da haben Sie zu wenig Einblick", entgegnete der Bürgermeister. "Vielleicht - aber so ist die Wahrnehmung der Bürger", kam es zurück. (tw)

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