Freude am Gestalten wichtiger als Preise

Die Arbeiten junger Nachwuchskünstler sind jetzt in einer Ausstellung im Kulturhaus Aue zu sehen. Man kann sie ersteigern.

Aue/Schwarzenberg.

Schnell hat sich die Galerie im Erdgeschoss des Kulturhauses Aue am Donnerstagnachmittag gefüllt. Die jungen Nachwuchskünstler, deren Arbeiten aus den Kinder- und Jugendsymposien des Erzgebirgskreises 2018/19 dort ausgestellt sind, waren in Begleitung ihrer Eltern und Geschwister gekommen.

Insgesamt sind in der Galerie 150 Arbeiten ausgestellt. Es wurde gemalt, geschnitzt, gefilzt und geklöppelt. Teilgenommen haben an den Symposien 135 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 18 Jahren. Sie kamen aus dem Erzgebirgskreis, aber auch aus dem Landkreis Mittelsachsen. 2018 hieß das Thema "Unterwegs im Erzgebirge - gestern, heute und morgen", 2019 war das Thema "Begegnungen". Uwe Schreier, Leiter des Kulturbetriebes des Erzgebirgskreises, erinnerte zur Ausstellungseröffnung daran, dass das Symposium 2004 mit gerade einmal neun Teilnehmern startete, damals nur im Bereich Schnitzen. Im Laufe der Zeit kamen die Bildende Kunst, Filzen, Klöppeln und Arbeiten mit Pappmaché hinzu.

Die Exponate der Ausstellung werden traditionell versteigert. An jedem steht ein Preis, in eine Box können Interessenten Zettel mit ihrem Angebot einwerfen und so das Kunstwerk, das sie sich ausgesucht haben, ersteigern. "Die Startpreise sind relativ niedrig, sie sind eigentlich mehr ein Obolus für die finanziellen Aufwendungen für die Materialien", erklärte Simone Georgi, die Leiterin der Volkskunstschule des Erzgebirgskreises. Die Nachwuchskünstler selbst haben allerdings das Vorkaufsrecht. "Alles, was bei der Versteigerung eingenommen wird, fließt wieder in die Finanzierung des nächsten Symposiums", sagte Uwe Schreier. Das findet im nächsten Jahr vom 11. bis 13. Juni im Schloss Schwarzenberg und im Kulturhaus Aue statt. "Den Adam Ries nehmen wir auf alle Fälle mit nach Hause", sagt Andreas Schlimpert aus Antonshöhe. Die Holzbüste des berühmten sächsischen Rechenmeisters hat sein elfjähriger Sohn Lenny geschaffen. "Es ist Lindenholz, drei Stunden etwa habe ich dafür gebraucht", erzählt der Junge, der am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Schwarzenberg lernt. Sein Adam Ries entstand 2018.

Die zehnjährige Emma Fengler war Schülerin der Grundschule in Lößnitz, als ihr Bild mit dem Schwibbogen entstand. Unter Anleitung der Künstlerin Elena Hatzel nimmt jeweils immer die ganze dritte Klasse der Lößnitzer Grundschule am Kinder- und Jugendsymposium teil.

Bei den Kinder- und Jugendsymposien gibt es keine Preise oder Wertungen. "Es geht gar nicht darum herauszustellen, wer die beste Arbeit geliefert hat. Es geht vielmehr darum, dass alle Freude am Gestalten haben", erklärt Simone Georgi. Für seine Teilnahme bekommt aber jeder Nachwuchskünstler als Anerkennung ein kleines Geschenk.

Die Ausstellung im Kulturhaus Aue ist bis zum 20. Januar 2020 zu sehen. Bis Ende des Jahres kann man an der Versteigerung teilnehmen.

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