Gemeinschaft auf Schusters Rappen

Die Organisatoren des 3. Erzhike-Marathons haben 101 Teilnehmer gezählt. An drei Tagen ging es über Distanzen von 16, 58 beziehungsweise 31 Kilometern zu Bergbaulehrpfaden und Talsperren.

Bad Schlema.

Drei Tage, 2190 Höhenmeter und in Summe 105 Kilometer - das war der 3. Erzhike-Marathon, ein Wanderevent mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen und Streckenprofilen, das von Freitag bis Sonntag in Bad Schlema ausgetragen worden ist. Die Organisatoren vom Kreissportbund Erzgebirge und vom Tourismusverband Erzgebirge haben insgesamt 101 Teilnehmer gezählt.

Am Freitag über 16 Kilometer auf einer Abendwanderung rund um Bad Schlema waren es 30 Wanderer, am Samstag bei der Talsperren-Wanderung über 58 Kilometer waren es 35 Aktive und am Sonntag über die 31 Kilometer entlang der Bergbaupfade in Schneeberg haben sich 36 Männer und Frauen angeschlossen. Absagen musste man die Kinderwanderung. Aufgrund der hohen Waldbrandgefahrenstufe war das für die Organisatoren eine Frage der Sicherheit. Die Verantwortlichen hatten sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, denn eigentlich soll der Nachwuchs fürs Wandern begeistert werden. Doch dessen Sicherheit gehe vor.

Nicht nur kurze Strecken, sondern auch lange Touren will man mit dem Marathon anbieten. Unter touristischem Aspekt betrachtet, arbeitet der Kreissportbund eng mit dem Tourismusverband Erzgebirge zusammen. Ziel ist, dass Gäste und auch Einheimische das Erzgebirge noch besser kennenlernen.

Peter Schmidt aus Chemnitz hat sich zum zweiten Mal der Herausforderung des Erzhike-Marathons gestellt. Der 42-jährige Elektromonteur sagt: "Die Atmosphäre ist sehr schön und familiär und das Event an sich eine rundum gelungene Sache. Zudem ist es die Verbundenheit zur Region, warum ich mich entschlossen habe, dabei zu sein. Es macht Spaß, im Erzgebirge zu wandern." Pro Jahr sind es zwischen fünf und zehn Wanderungen, die sich Peter Schmidt vornimmt. Kathrin Haase aus Schwarzenberg ist von Beginn an dabei beim Erzhike-Marathon. "Das Schöne ist, dass man bei den Wanderungen viele Ecken des Erzgebirges kennenlernt. Wandern macht Spaß, die Gemeinschaft ist super", sagt die 58-Jährige. Sie ist zusammen mit ihrem Mann Hartmut auf Tour gegangen. "Wie viele Kilometer wir im Jahr unterwegs sind, lässt sich schwer sagen, das geht aber in die Tausende", erzählt der 57-Jährige, der beim Erzhike-Marathon alle drei Touren absolviert hat.

Für den gebürtigen Rostocker Patrick Müller war es der zweite Erzhike-Marathon. "Es ist einfach toll, kein Großevent, sondern sehr familiär und rundum eine schöne Tour. Und man trifft nette Leute", meint der 42-Jährige. Ramona Fischer aus Chemnitz ist in diesem Jahr schon einige Strecken gelaufen: "Jetzt wollte ich einfach noch eins drauf legen, was Streckenlänge und Geschwindigkeit betrifft."


"Wandern passt zu uns"

Daniel Schneider (40) aus Annaberg-Buchholz ist Geschäftsführer des Kreissportbundes Erzgebirge. Mit ihm sprach Ralf Wendland.

Warum hat man sich für Bad Schlema entschieden als Austragungsort?

Das hat mit 100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal zu tun. Wir wollten einen Ort im westlichen Erzgebirge, und das Kurhotel in Bad Schlema hat gesagt, das Format passt zu uns. Von daher fiel die Entscheidung leicht.

Wen wollen Sie mit dem Erzhike-Marathon ansprechen?

Eigentlich alle Altersgruppen, aber vor allem wollen wir auch jüngere Leute begeistern. Uns freut, dass einige Wanderer jedes Jahr mit dabei sind. Das sind die Multiplikatoren.

Was ist nächstes Jahr geplant?

2019 wird der Marathon nach jetzigem Stand wieder im Bereich Oberwiesenthal angesiedelt sein. Gespräche dazu laufen, auch was die Auswahl des Termins angeht.

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