Gesucht: Fotos von besonderen Orten

Die Aktion "Aue-Bad Schlema hört!" ertönt erstmals im Internet. Bis Ende Mai sind die Geschichten noch abrufbar.

Aue-Bad Schlema.

Die Internet-Premiere "Aue-Bad Schlema hört!" ist gelungen. Bis Freitag Nachmittag waren fast 400 Hörer auf dem neuen Podcast-Kanal der Stadt Aue-Bad Schlema aktiv. "In dieser Auswertung wird jede IP-Adresse nur einmal gezählt, so dass die Zahlen ziemlich realistisch sind", sagt Stadtsprecherin Jana Hecker, die die Idee zu diesem Podcast-Projekt hatte. Viele von diesen Hörern lauschten mehr als einer Geschichte.

"Es war für uns alle etwas völlig Neues", weiß auch Silke Skorzus, die vor sechs Jahren "Aue liest!" aus der Taufe gehoben hatte. Sie überzeugte prominente Erzgebirger von öffentlichen Vorlesungen und erspähte ungewöhnliche Orte. "Diesmal musste jeder seinen ungewöhnlichen Ort selbst suchen", sagt Silke Skorzus. Doch die Hörer haben genau das getan, denn mittlerweile sind auch einige Fotos eingetroffen. "Wir haben ein Bild von einer Literaturkatze erhalten. Eine Hörerin hat mit einem Stoffschwein im Arm, meine Stachelschweingeschichte angehört und einer schickte uns tatsächlich ein Foto vom Klo", sagt die Stadtsprecherin. Die Geschichten sollen aufgrund der großen Nachfrage noch bis Ende Mai abrufbar sein, bis zum 30. April können Hörer noch Fotos schicken. "Sie müssen nicht selbst darauf zu sehen sein", betont Hecker: "Es geht allein um den außergewöhnlichen Ort." Annett Fritsch von der Buchhandlung Fischer stellt für die schönsten und verrücktesten Bilder Buchpreise zur Verfügung.

Und was kann Jana Hecker selbst empfehlen: "Ganz großes Kino ist der Thriller "Das Zimmermädchen" von Mario Ulbrich", sagt Jana Hecker: "Aber ich habe auch über die Geschichten von Heike Weidauer herzhaft lachen müssen. Gerade den Kauf ihres roten Negligés konnte ich mir bildhaft vorstellen. Im Facebookbalzen finden sich garantiert ganz viele Menschen wieder."

Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken findet Jana Hecker genauso spannend. Ulrike Samoudi kommentierte beispielsweise, dass sie gemeinsam mit ihrer 92-jährigen Mutter, in der Nacht zum Donnerstag darauf gewartet hat, dass die Geschichten freigeschalten werden. "Genau das wollten wir, die Leseverrückten zum Welttag des Buches mit einer völlig neuen Aktion überraschen", so Hecker.


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