Großstädter wählen ländliche Idylle

Der Berliner Campingclub startet einmal im Jahr zur Rallye. Die Ziele liegen im Umkreis von 300 Kilometern. Dieses Mal haben die 30 Camper das Erzgebirge angesteuert.

Lindenau.

Es ist eine besondere Rallye, die jetzt am Forstteich im Schneeberger Ortsteil Lindenau Station gemacht hat. Nicht etwa Rennwagen waren es, sondern 15 Wohnmobile mit über 30 Frauen und Männern vom Landesverband Berlin des Deutschen Campingclubs, die am Mittwoch auf dem Campingplatz Lindenau an der Silberstraße angereist waren und gestern wieder die Rückreise antraten.

Wie der Vorsitzende des Landesverbandes Rolf Block erklärt, starten sie einmal im Jahr zur "Family on Tour" und diesmal haben sie das Erzgebirge angesteuert - und zwar zum ersten Mal. Sie hätten sich im Vorfeld Gedanken gemacht, wo sie noch nicht waren und seien auf das Erzgebirge aufmerksam geworden. Es ist insgesamt die 13. Tour dieser Art. "Rallye bedeutet jetzt nicht herumzurasen, sondern das ist der Oberbegriff für Freundschaftstreffen", erklärt Block, der die Gemeinschaft schätzt: "Wir sind alle eine große Familie."

Im Rahmen der Tour bewegen sich die Teilnehmer immer im Umkreis von 300 Kilometern rund um Berlin. Anfang des Jahres habe man sich mehrere Campingplätze angeschaut und sei schließlich in Lindenau hängengeblieben. Block: "Wir haben hier alles, was wir brauchen. Wir sind herzlich aufgenommen worden und fühlen uns wohl."

Langeweile kommt unter den Campern nicht auf, denn sie haben sich ein gemeinsames Freizeitprogramm aufgestellt. Dazu gehörten ein Spielenachmittag, ein Ganztagesausflug ins Horch-Museum nach Zwickau, der schon traditionelle Dartswettbewerb mit Pokalvergabe, handgemachte Musik aus dem Kreise der Camper und der Grillabend. "Was wir gemeinsam haben, ist das Hobby Camping, trotzdem gibt es sehr unterschiedliche Interessen. Deshalb gab es auch Zeit für individuelle Freizeit", sagt Block.

Der Campingplatz in Lindenau, gelegen an einem Naturbadesee, hat insgesamt 45 Stellplätze für Wohnmobile, wie Campingplatzbetreiber Ernst Jugelt erklärt. Diese waren durch die Gäste aus Berlin jetzt auf einen Schlag zu einem Drittel belegt. Was Jugelt aus Erfahrung weiß: "Gerade wenn größere Gruppen und Clubs da sind, kommen einzelne Gäste im Nachgang erneut in die Region. Das war schon öfter der Fall." Und tatsächlich können sich einige der Berliner gut vorstellen, den Campingplatz wieder einmal anzusteuern und noch andere Ziele in de Region zu erkunden.

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