Hospizlauf meldet Teilnehmer-Rekord

Unter den knapp 1000 Läufern, die das Klinikgelände umrundeten, waren auch 303 Kinder. Stößt die Aktion gar an Grenzen?

Erlabrunn.

Das gab es noch nie: Beinahe hätten die Transponder, die korrekt die Runden zählen, beim Hospiz-Spendenlauf in Erlabrunn nicht gereicht. Bereits bis zum Samstag hatten sich 861 Teilnehmer in die Startliste eingetragen, war von Jens Flemming vom WSV 08 Johanngeorgenstadt zu erfahren. Sein Verein greift seit Jahren den Kliniken Erlabrunn bei der Durchführung des Laufs unter die Arme.

Zahlreiche Kurzentschlossene kamen am Sonntagvormittag noch hinzu. Und so wurden ganz genau 981 Transponder ausgegeben - 1000 hatten die Organisatoren vorrätig. "Das ist ein Rekord", sagt Mandy Knoch, die Pressesprecherin der Kliniken. Bei ihr laufen die Fäden der Benefiz-Veranstaltung zusammen.


Knapp 1000 Starter, darunter 303 Kinder, das sorgte für ein ungewöhnliches Bild im Gelände des Krankenhauses. Das Läuferfeld erschien nicht mehr zerrissen, das Rund war stets voller Menschen. Jana Schramm, die für PVI-Immobilien gelaufen ist, sagt: "Es sind mittlerweile alle Gruppen vertreten: richtige Läufer, Hobbyläufer und auch solche, die normalerweise nicht mit laufen. Es funktioniert aber trotzdem sehr gut, weil alle sehr rücksichtsvoll sind." Ihr Unternehmen spendet für die Teilnehmer einen Festbetrag. "Wir sind als Firma zum fünften Mal dabei, und es werden jedes Jahr mehr, die bei uns mitmachen", so die Schwarzenbergerin.

Mit Nordic-Walking-Stöcken haben Ilka Höll, Grit Heinz und Nicole Pawlowsky die Runden absolviert. Ihr Sponsor war Gerüstbau Kay Anger aus Eibenstock. "Wir sind zum ersten Mal gestartet und kommen garantiert im nächsten Jahr wieder." Thomas Büttner aus Schwarzenberg startete für Momokidz: "Es ist für einen guten Zweck, es macht Spaß und ist sehr gut organisiert", sagt Büttner. Die Anmeldung sei unkompliziert gewesen und auch die Startnummernausgabe funktionierte.

"Wie viel Geld zusammengekommen ist, kann ich noch nicht sagen. Es ist wie in jedem Jahr: Viele runden ihre Beträge auf oder geben sogar zusätzliches Geld", so Mandy Knoch am Ende des Laufes. 2020 wird er seine 10. Auflage erleben. "Wir werden auf jeden Fall den Lauf auswerten und schauen, wie wir der enormen Teilnehmerzahl auch künftig gerecht werden", sagt Knoch. Es werde definitiv zum runden Geburtstag des Laufs einige Besonderheiten und Höhepunkte geben, stellte sie in Aussicht.

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