Interessierte schwingen Schläger

Der jährliche Schnuppertag beim Golfclub Bad Schlema bietet eine gute Gelegenheit, diesen anspruchsvollen Sport kennenzulernen. Doch dieses Mal zeigt Petrus den Organisatoren die kalte Schulter.

Bad Schlema.

Die Sonne hat gefehlt und die Temperaturen sind im einstelligen Bereich geblieben. Das haben die Akteure im Golfpark Westerzgebirge in Bad Schlema am gestrigen Sonntag beim Golferlebnistag deutlich zu spüren bekommen. Der Schnuppertag ist eigentlich ein Event, bei dem jedes Jahr viele Interessierte den Weg auf den Golfplatz im Kurbad finden, um den Sport kennenzulernen und sich an verschiedenen Stationen auszuprobieren. Doch am Sonntag war die Resonanz eher verhalten.

Eine, die sich vom durchwachsenen Wetter nicht die Lust auf Golf verderben ließ, war Laura Volger. Die Nürnbergerin hat sich dennoch auf den Platz gewagt. Die 22-Jährige, die als medizinische Fachangestellte tätig ist, sagt: "Es war eine eher spontane Entscheidung, zum Golfplatz zu fahren. Einen Minigolf-Schläger hatte ich schon in der Hand, aber mit einem richtigen Golfschläger ist das schon etwas anderes." Es sei eine Herausforderung. "Es sieht definitiv einfacher aus, als es in Wirklichkeit ist. Wichtig ist die Körperspannung und man muss sich konzentrieren." Laura Volger hat durch den Schnuppertag daran Gefallen gefunden und könnte sich gut vorstellen, in ihrer Freizeit Golf zu spielen.


Auch Kathrin Bösecke-Spapens, die Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Schlema, hat den Golf-Schnuppertag genutzt, um selbst den Golfschläger in die Hand zu nehmen: "Es ist total angenehm, draußen in der Natur zu sein und sich sportlich zu betätigen. Die Leute sind alle super nett und Trainer Denny Matthias erklärt alles sehr gut." Über Golf als Hobby sagt Bösecke-Spapens: "Es wäre schon schön, wenn ich öfter auf dem Platz sein könnte, doch leider fehlt oftmals die Zeit." Aus touristischer Sicht sei der Golfpark auf jeden Fall ein Attraktivitätsmerkmal im Ort.

Momentan steht eine 9-Loch-Anlage zur Verfügung. Die Kapazität für 18-Loch sind vorhanden und der Ausbau wäre möglich, doch das liegt auf Eis. "Im Moment liegt der Fokus auf dem Gesundheitsbad ,Actinon', und das hat absolut Priorität", sagt Bösecke-Spapens, die gleichzeitig auch Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft, der Golfpark-Westerzgebirge GmbH & Co. KG, ist.

Die diesjährige Golfsaison läuft bereits seit zwei Wochen und in diesem Jahr schaut man auf zehn Jahre Golfplatz in Bad Schlema zurück. Wie Klaus-Dieter Neubert, Präsident vom Golfclub Bad Schlema, erklärt, habe man aktuell 225 Mitglieder. Und im Nachwuchsbereich sind es acht Kinder und Jugendliche. Im Vorstand des Clubs gibt man die Hoffnung nicht auf, dass man eines Tages doch noch eine 18-Loch-Anlage haben werde. "Ohne Sponsoren bräuchte man für eine solche Erweiterung gut 750 Mitglieder. Gerade hier, in unserer strukturschwachen Region ist das eher schwierig", sagt Neubert, der sich mit dem, was man hat, zufrieden zeigt: "Wir kommen gut über die Runden und haben jetzt seit Jahren wieder ein Plus stehen. Und darauf sind wir stolz." Es laufe gut und die Entwicklung sei positiv. In den vergangenen zwei Jahren hatte man einen Mitgliederzuwachs von über 50 Personen.

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