Judys Blick ist "weltwärts" gerichtet

Nach einem Jahr in den USA kehrte die 20-jährige Schwarzenbergerin nur kurz auf einen Bildungsstopp in ihre Heimat zurück. Nun bricht sich das Fernweh wieder Bahn.

Schwarzenberg Drei Jahre ist es her, da wurde Judy Prybusch im Juni 2015 nach einem zehnmonatigen Aufenthalt in Indianapolis, der Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaats Indiana, wieder in Schwarzenberg begrüßt. Die junge Schwarzenbergerin hatte da gerade ein Auslandsjahr über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages hinter sich.

Ihr nächstes Ziel hieß damals: Abitur. Dafür hat sich anschließend drei Jahre die Schulbank im Beruflischen Schulzentrum am Hofgarten gedrückt. Seit Juni hat sie den Abschluss in der Tasche, und nun sitzt die mittlerweile 20-Jährige schon wieder auf gepackten Koffern.

Am Sonntag geht es los. Sie hat die Zusage für ein Freiwilligenjahr, das sie in der Dominikanischen Republik, genauer in San Juan de la Maguana, absolvieren soll. Organisiert und mitfinanziert wird ihr Aufenthalt über das "weltwärts"-Programm. "Das habe ich über Kontakte nach dem Austauschjahr in den Staaten kennen gelernt und mich beworben", erzählt die junge Frau. Doch es sei kein einjähriger Urlaub in der Karibik, sondern ein Freiwilligenjahr, bei dem die Erzgebirgerin vielseitig, aber hilfreich tätig werden will. Zum einen, das weiß sie bereits, werde sie in einem Projekt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, um die sich kaum jemand kümmert. "Was genau da alles zu tun ist, weiß ich noch nicht, aber ich könnte ja auch etwas englisch unterrichten", so ihre Vorstellung. Ein zweiter Part, dem sie sich widmen möchte, sei die Umweltbildung. Über die Entsende-Organisation "weltwärts" entsteht zugleich der Kontakt zum Verein "ecoselva". Dieser macht sich für den Erhalt des Regenwaldes in Lateinamerika stark. "Da geht es beispielsweise darum, die Umweltbildung an Schulen unterstützen, es geht um Wiederaufforstung in ländlichen Gebieten, das Anlegen von Schulgärten, die Wissenvermittlung an Bauern oder um Aufklärung zu den Themen Müllvermeidung und Mülltrennung", erzählt Judy Prybusch. Sie selbst hat sich zum Ziel gesetzt, noch mehr und hautnah die globalen, umwelt- und entwicklungspolitischen Zusammenhänge zu verstehen, und sie möchte als vierte Sprache spanisch lernen. "Dort sprechen ja die meisten Leute spanisch", sagt sie.

Am Sonntag schon hebt sie ab. Los geht es in Frankfurt am Main. Aber ein Jahr ist schnell vorüber. Und dann? "Studieren, mal sehen", lässt sie sich alle Optionen offen.

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