Landkreis warnt vor Ablagerungen an Gewässern

Untere Wasserbehörde stellt immer wieder Gesetzesverstöße fest

Aue/Schwarzenberg.

Die untere Wasserbehörde des Erzgebirgskreises ist alarmiert: An Flussufern oder Bachläufen landen oft Dinge, die da nicht hingehören. Immer wieder wurden in den vergangenen Wochen Gesetzesverstöße hinsichtlich des Schutzes von Gewässerstreifen festgestellt. Die Behördenmitarbeiter berichten von Kompost, Holz, Baumaterialien, Schutt und Grünschnitt, die Anlieger oder Eigentümer an Gewässern abladen.

Die schlimmsten Fälle, die Mitarbeiter der Wasserbehörde bislang zu sehen bekamen: massive, meterhohe Aufschüttungen zum Teil über eine Länge von 100 Metern und einen Kahlschlag von einem gesunden Ufergehölzbestand im Außenbereich, sagt André Beuthner vom Landratsamt.

Dabei ist es schon verboten, an Gewässern nur zeitweise Dinge abzuladen, die den Wasserfluss behindern oder fortgeschwemmt werden könnten. Das trifft ebenso auf das Abholzen von standortgerechten Bäumen und Sträuchern zu. Zugleich kritisiert die untere Wasserbehörde des Erzgebirgskreises, dass nicht standortgerechte Arten wie Fichte, Thuja oder Zypresse gepflanzt werden.

Wer gegen die Bestimmungen im Wasserhaushalts- und im Sächsischen Wassergesetz verstößt, dem drohen empfindliche Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro. In der Praxis hat der Landkreis bei derartigen Verstößen aber noch keine Strafen verhängt, berichtet André Beuthner. Auch zahlenmäßig würden Verstöße nicht genau erfasst. Vieles stellen die Mitarbeiter der Wasserbehörde bei Gewässerschauen fest. Diese finden fünf bis zehn Mal im Jahr statt und nehmen mitunter mehrere Tage in Anspruch.

Die Betroffenen würden dabei oft sofort direkt angesprochen. In den meisten Fällen hätten sie in Unkenntnis der Rechtslage gehandelt und umgehend den rechtmäßigen Zustand wiederhergestellt, erklärt André Beuthner.

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