Lichternacht kehrt zurück zu ihrem inhaltlichen Ursprung

In Schwarzenbergs Alt- und Vorstadt ist am Freitag langer Einkaufsabend. Nicht zum ersten Mal, aber erstmals in Corona-Zeiten.

Schwarzenberg.

Zum elften Mal veranstaltet der Wirtschafts- und Gewerbeverein Region Schwarzenberg (WGV) am Freitag, 16. Oktober, in der Alt- und in der Vorstadt von Schwarzenberg einen langen Einkaufsabend. In den zurückliegenden Jahren nahmen Tausende Besucher diese Möglichkeit zum Bummeln, Schauen und Kaufen, zum Freunde treffen, Quatschen und auch Feiern begeistert an, zumal das Ganze zunehmend durch kulturelle und gastronomische Angebote im Freien ergänzt wurde und geselligen Charakter annahm. Coronabedingt und damit einem Hygienekonzept Rechnung tragend, geht der Verein mit diesem Angebot in diesem Jahr zurück zu den inhaltlichen Ursprüngen: Es soll von 18 bis 21 Uhr einen Einkaufsabend geben, der die einheimische Geschäftswelt unterstützt, aber keinen volksfestartigen Charakter hat. Deshalb heißt das Motto nicht "Nacht der Lichter", wie in den vergangenen Jahren üblich, sondern "In anderem Licht", um auf die Besonderheit hinzuweisen.

Was vom WGV gemeinsam mit der Stadtverwaltung, den Stadtwerken, der Veranstaltungstechnik Hohenhausen sowie Händlern und Dienstleistern aus Vor- und Altstadt organisiert wurde, ist also eine ruhige Variante der Nacht der Lichter. Eine ehrenamtlich wirkende Arbeitsgruppe koordinierte die zur Vorbereitung erforderlichen Aktivitäten. Der Glanzpunkt - mit Bezug zum "anderen Licht" - soll ein bisher noch nicht dagewesenes Lichtkonzept sein. Die Veranstalter machen neugierig: Alt- und Vorstadt, Gassen und Gebäude verwandeln sich quasi und werden in einer anheimelnd-lichtvollen Atmosphäre präsentiert. Da die Stadtverwaltung die Finanzierung unterstützt, erleichtert sie damit den Geschäften eine Teilnahme. Kein Geschäftsinhaber muss einen finanziellen Beitrag für den Aktionstag zahlen. Der WGV freut sich über diese Partnerschaft mit der Stadt und ist auch der Arbeitsgruppe dankbar für eingebrachte Ideen und umsichtige Initiativen.

Die abendliche Stimmung lädt zu geruhsamem Bummeln ein. Dazu trägt auch bei, dass es diesmal keine Außengastronomie, keine auswärtigen Händler oder Dienstleister geben wird. Das Einkaufs- und Entdeckungserlebnis spielt sich in Geschäften und Gaststätten ab. Extras: Das Museum im Schloss verlängert seine Öffnungszeit bis 21 Uhr, der Schlosspark ist geöffnet, in der St.-Georgen-Kirche gibt es öffentliche Proben und Musik. Eine Sicherheitsfirma und das Ordnungsamt achten darauf, dass es keine zu großen Menschenansammlungen gibt.

Als es um Pro und Kontra zu diesem Einkaufsabend ging, sprachen sich in einer schriftlichen Umfrage des WGV 80 Prozent der befragten und beteiligten Geschäftsleute für eine coronataugliche Variante aus. Zu der gehören auch das Einhalten von Abstandsregeln und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Geschäften. Letztlich ist es jedem Geschäftsinhaber freigestellt, mitzumachen oder nicht. Und auch die Besucher können frei entscheiden, ob sie Alt- und Vorstadt in anderem Licht sehen wollen und in welche Geschäfte und Gaststätten sie an diesem Abend gehen möchten - wenn es denn die Platzkapazität zulässt.

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