Monkey sichert sich seinen Platz auf der Party-Palme

Vor einem Jahr startete die Schwarzenberger Diskothek in eine Schicksals-Saison. Seitdem geben die Macher dem Affen immer mehr Zucker.

Schwarzenberg.

Immer schön cool bleiben. Im Club Monkey in Schwarzenberg gibt es dafür jetzt einen Pool auf dem Dach und den dazu passenden Sandstrand gleich mit. Die Neuerung stammt aus den letzten Tagen der alten Saison, als die Sommersonne erbarmungslos vom Himmel brannte und viele Partyfreunde lieber zum Grillen in den Garten wollten als in die dunklen Katakomben einer Groß-Diskothek.

"Da musst du dir dann halt was einfallen lassen", sagt Patrick Weigel (38), der Betreiber des Monkey. "Das Diskogeschäft dreht sich wahnsinnig schnell. Du musst einfach Gas geben." Der Pool ist nicht riesig, aber wer hat so was schon? Dazu noch echter Sand, und das alles auf einem Dach. Deshalb sollen Strand und Pool, mit denen die alte Saison endete, auch am Beginn der neuen Saison den Gästen des Monkey Abkühlung bringen. "Bis der Winter kommt", sagt Patrick Weigel.

Vor einem Jahr war nicht mal klar, wie lange die Saison dauern würde. Das Klubsterben in der Region, bedingt durch den Rückgang des Party-Publikums, schien auch das Monkey zu erwischen. Nachdem er in der Saison davor rote Zahlen geschrieben hatte, stand Weigel vor der Entscheidung, Schluss zu machen oder es noch einmal zu wagen. Er entschied sich für das Wagnis. 20 Veranstaltungen später sitzt der Monkey wieder weit oben auf der Palme: 400 Besucher kamen im Schnitt pro Abend. "Alles safe", sagt der Inhaber. "300 brauchen wir, um unsere Kosten wieder einzuspielen."

Gemeinsam mit Toni Kraus (21) hat er den Veranstaltungen neuen Pfiff verpasst. Schon ihre oft witzigen Mottos machten neugierig: "Beziehungs(un)fähig" lockte 500 Gäste an, "Thanks God, it's Friday" (Gottseidank, es ist Freitag) 550. Rappelvoll war es auch beim "Birthday Bash XXL", hier wohl weniger wegen des Titels, sondern weil alle Geburtstagskinder der zurückliegenden drei Monate freien Eintritt hatten und eine Flasche Sekt gratis bekamen. Irgendein ein Geschenk oder ein Getränk gibt's im Monkey immer zum Ticket dazu. "Es bringt uns nichts, wenn 100 Leute kommen und dann rumerzählen, es sei leer gewesen", sagt Patrick Weigel. "Deshalb versuchen wir, den Laden zu füllen."

Neben Pool und Strand soll dafür in der kommenden Saison auch eine neue Videoleinwand sorgen. Am Abend vor dem Tag der Deutschen Einheit heißt es "Thanks God, it's Tuesday", und nächste Woche probieren die Macher etwas ganz Neues aus: Mit "Break the Rules" gastiert dann eine Party-Reihe im Monkey, die durch ganz Deutschland tourt.

"Vor der letzten Saison hatten wir nichts mehr zu verlieren", sagt Toni Kraus. "Jetzt haben wir das wieder. Das spornt uns an, es immer noch ein bisschen besser zu machen."

Die neue Saison im Monkey beginnt am Samstag, 22 Uhr mit dem Saison Opening, bei dem DJs aus der Region auflegen. Am 8. September ist das Monkey dann erstmals Gastgeber für eine überregionale Party-Reihe: Break the Rules. Beginn ist 22 Uhr.

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