Nach Kritik: Vor Schule in Aue gilt jetzt Tempo 30

Ein neues Tempolimit soll das allmorgendliche Verkehrschaos vor der Grundschule Aue-Zelle entschärfen. Die Stadt plant zudem den Bau einer Kiss-and-Ride-Spur. Aber was ist das?

Aue.

Schnell noch ein Küsschen geben und weg: So lassen sich in Kürze die Pläne der Stadtverwaltung für eine neue Kiss-and-Ride-Spur an der Grund- und Oberschule Aue-Zelle zusammenfassen. Wie Ordnungsbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) berichtet, könnte in direkter Nachbarschaft zum Schulgebäude eine solche separate Fahrspur entstehen. Kohl spricht auch von einer Abhol- und Bringzone, in der Eltern mit dem Auto stoppen dürfen, um ihre Sprösslinge herauszulassen.

Mit der Idee für die Küsschen-und-weg-Spur im Bereich der Agricolastraße reagiert die Stadtverwaltung auf die jüngsten Beschwerden über das allmorgendliche Verkehrschaos vor der Schule. Wildes Parken, hektisches Aussteigen, Wenden: Weil einige Eltern versuchen, ihre Kinder möglichst nah am Gebäude herauszulassen, kommt es immer wieder zu gefährlichen Verkehrsszenen auf dem Zeller Berg. Sogar bis auf den Schulhof würden die Elterntaxis fahren - und das trotz Vollsperrscheibe. So berichtete es die SPD-Politikerin Claudia Ficker erst Ende Januar im Stadtrat ("Freie Presse" berichtete). Die Rätin war nach eigenen Angaben vom Elternrat auf die Probleme angesprochen worden.

Neben der neuen Kiss-and-Ride- Spur - für deren Bau es bislang aber noch keinen Termin gibt - soll künftig auch ein Tempolimit vor der Auer Schule für Abhilfe sorgen. Montags bis freitags dürfen Autofahrer dort in der Zeit von 6 bis 18Uhr ab sofort nur noch 30km/h fahren. Für eine solche Tempobegrenzung hatte sich unter anderem Heike Dietze, die Schulleiterin an der Oberschule, eingesetzt, um die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen.

Im Kampf gegen das Verkehrschaos hat die Stadtverwaltung noch mehr vor. So ist angeregt worden, mehrere Papiercontainer, die bislang an der Zufahrtsstraße in Richtung Schulhof standen, zu versetzen, um die Sichtverhältnisse für Autofahrer zu verbessern. Gemeinsam mit der Schulleitung wolle man zudem darüber diskutieren, sagt Kohl, ob es möglich ist, das Tor zum Schulhof dauerhaft zu verschließen. Das Problem jedoch: Mehrere Lehrer, die bislang im Bereich des Hofes parken, müssten sich dann neue Stellflächen für ihre Autos suchen.

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