Neue RVE-Halle bietet Platz für 48 Busse

Für 8,5 Millionen Euro hat der Verkehrsbetrieb eine neue Busgarage in Aue errichtet. Nicht nur 77 Mitarbeiter, auch die Fahrgäste sollen von dem Millionenbau profitieren.

Aue-Bad Schlema.

Scheibenkratzen im Winter ist für Autofahrer nervig. Gut, wenn der fahrbare Untersatz in einer warmen Garage steht. Bei einem Bus muss diese etwas größer ausfallen. Wer 48 Busse unterstellen will, der braucht eine riesige Garage. Am besten gleich die größte des Erzgebirges. So wie der Regionalverkehr Erzgebirge (RVE), dessen neue Bushalle in Aue gut rund 100Meter lang, 26 Meter breit und etwa sechs Meter hoch ist.

Viele Jahre hat nicht nur RVE-Busfahrer Frank Leistner, der bei der feierlichen Eröffnung am Montag den ersten Bus in die Halle fahren durfte, darauf gewartet. Für ihn und seine 76 Fahrerkollegen haben sich damit am größten RVE-Standort wesentlich die Arbeitsbedingungen verbessert. Und das liegt nicht nur an dem neuen Aufenthaltsraum in der Halle. Denn künftig sollen die Busse im Winter bei der Abfahrt warm und im Sommer kühl bleiben. Das dürfte auch die Fahrgäste freuen. Und auch für die Busse sei dies besser. Sie sollen durch den schützenden Unterstand länger durchhalten, wünscht sich RVE-Geschäftsführer Roland Richter. "Dank der neuen Halle verbessern sich die Arbeitsbedingungen. Damit werden wir auch als Arbeitgeber attraktiver", erklärt Richter. Rund 20 neue Fahrer braucht das Unternehmen im gesamten Erzgebirge jedes Jahr und die Zahl der Bewerber ist wie in allen Branchen zurückgegangen.

Die Investition für die neue Halle gibt Richter mit 8,5 Millionen Euro an. Bei der Planung waren die Kosten auf 7,9 Millionen Euro geschätzt worden. Rund die Hälfte des Geldes bekommt der RVE vom Freistaat Sachsen als Fördermittel. Die Kosten für die aufwendige Sanierung des Geländes hat die Wismut beziehungsweise der Bund getragen. Denn auf dem Areal wurde ab 1950 Uranerz von der Wismut verladen. Dieses strahlende Erbe musste zuvor beseitigt werden. "Jede Menge Erdmassen wurden dafür bewegt", sagt Richter.

Danach lief der Bau wie geplant. "Wir sind sogar früher fertig", freut sich Richter. Ursprünglich war der Termin 2020. Nun müsse nur noch die Außenanlage fertiggestellt werden. Die offizielle Bauabnahme erfolgt am Mittwoch. Danach dürfen alle Busse in die riesige Garage. "Mit 48 Stellplätzen hat die Halle genau die richtige Größe", erläutert der RVE-Geschäftsführer. Und auch zum Tüv müssen die Busse nicht mehr. Denn der kann in die Halle kommen. Dort gibt es eine separate Diagnosespur mit einer Hebeeinrichtung, auf der Kfz-Mechatroniker und Prüfingenieure die Busse genau unter die Lupe nehmen können.

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