Rups legt sein erstes Country-Album vor

Auf seiner fünften CD seit den Randfichten schlägt der Breitenbrunner neue Töne an. Doch eigentlich ist er (fast) der Alte.

Breitenbrunn.

Ausgeblichene Jeans und Lederjacke: Thomas "Rups" Unger (50) hat sich für's Foto seine Wohlfühlklamotten angezogen. Die Jacke trägt er auch auf dem Cover seines neuen Albums "Was wäre wenn", das seit Freitag als MP3-Download erhältlich ist. Die CD folgt nächste Woche. Auch ein Lied über seine "Jeanshus" ist drauf. "Na ja, die hier ist nicht ganz so alt wie die im Lied", sagt Rups.

In dem Song geht es um eine Jeans aus einem Westpaket, mit der er damals in der DDR der King war. Der Text ist augenzwinkernd und nachdenklich zugleich, witzig, aber kein Kalauer - ein echter Rups. Viele der zwölf Lieder erinnern an die Hits aus seiner Zeit als Frontmann der Randfichten. Nicht zuletzt, weil die Mundart zurück ist. Einige Stücke singt Rups auf Erzgebirgisch. Dazu kommen Songs wie "Ich bet für dich", die näher an den christlichen Liedern sind, die er seit seinem Ausstieg bei den Randfichten produziert hat. Das ist fünf Jahre und nun auch fünf Platten her. Die Texte kommen einem bekannt vor, die Musik aber ist neu: Rups spielt jetzt Country.


Hat er sich ein weiteres Mal neu erfunden? Der Künstler wiegt den Kopf. "Eigentlich nicht. Country und Kirche schließen sich nicht aus. Schon auf meinen Lobpreis-CDs waren Lieder im Country-Stil." Aber das neue Album ist weniger evangelistisch, Nichtchristen werden mit ihm mehr anfangen können als mit vorherigen Produktionen. "Es sind die säkularsten Lieder, die ich seit Jahren geschrieben habe", sagt Rups.

Sucht man einen gemeinsamen Nenner für seine neuen Stücke, so findet man die Liebe. Die Liebe zwischen Menschen, Liebe zur Heimat, und ja, auch Liebe zu Gott. Dazu flotte Gitarrenklänge und bei "Das is Haamit" ein Akkordeon-Intro, das glatt von Anton Günther stammen könnte, nicht nur, weil Rups hier tatsächlich ein paar Noten aus Günthers "Vergaß dei Haamit net" spielt.

Texte und Kompositionen stammen alle aus Ungers Feder, ein Lied ist das Remake eines amerikanischen Songs. An einigen Arrangements hat Rups' Sohn, Rockbarde Toni Kraus, mitgearbeitet. "Dass ich mal wieder Akkordeon spiele, hat Toni überhaupt nicht gefallen", sagt Rups schmunzelnd. "Da muss er durch, das ist ja meine Produktion."

Rups live erleben kann man kommendes Wochenende (24./25. August) an den Orgelpfeifen Scheibenberg. Beim Lobpreis-Open-Air singt er auch Lieder von seinem neuen Album, dessen CD-Version dort erstmals verkauft wird.www.thomas-rups-unger.de

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