Schneeberger setzen auf Regionales

Ein Lämmchen ist der Star beim Ostermarkt in der Bergstadt. Die Besucher nutzen die Gelegenheit, um ihre Nester zu füllen.

Schneeberg.

Klein, aber fein und in gemütlicher Atmosphäre - so haben zahlreiche Besucher den Ostermarkt, der seitens der Stadt Schneeberg organisiert wird, am Samstag und Sonntag auf dem Frauenmarkt in Schneeberg erlebt. Dem Motto "Allerlei ums Osterlamm" sind die Veranstalter mehr als gerecht geworden, denn ein kleiner Gast hat allen so ein wenig die Show gestohlen - gerade einmal drei Wochen alt, zog ein Lämmchen die Blicke vieler Besucher auf sich. Frank Fiedler aus Bockelwitz bei Leipzig hatte zwei Coburger Fuchsschafe dabei, ein Muttertier und eben dieses süße Lämmchen. Der 60-Jährige reist durch ganz Sachsen, hält Vorträge unter anderem in Altenpflegeheimen, Schulen und Kindergärten und bringt als Höhepunkt Tiere mit - Schafe oder Ziegen. Aber nicht irgendwelche, sondern vom Aussterben bedrohte Rassen. Dazu gehören die Thüringer Waldziege und das Coburger Fuchsschaf. "Fuchsschaf deshalb, weil die Lämmer fuchsfarben geboren werden. Erst mit einem halben Jahr wachsen goldene oder silberne Locken. Der Legende nach wird behauptet, es könnte das Goldene Vlies gewesen sein", erklärt Frank Fiedler. Die zehnjährige Emely Quander aus Schneeberg durfte das Jungstier streicheln. Ihre Mutter Denise Quander sagt: "Tiere sind immer toll. Wir sind sehr tierbezogen und unsere Tochter geht gerne reiten." Zum Ostermarkt sagt die Schneebergerin: "Wir haben den Ostermarkt direkt vor der Haustür. Das ist ideal. Es wird viel geboten, es gibt etwas für die Kinder und es wird die regionale Handwerkskunst hervorgehoben. Vergangenes Jahr waren wir auch schon dabei, haben da Eierlikör probiert und diesmal nehmen wir Oster-Dekoration mit nach Hause."

Zu entdecken gab es einiges - Dekorationsideen, Accessoires und Schmuckstücke und genauso auch Dinge aus Holz, Keramik, Stoff und Filz. So waren auch "Katl & Bell" aus Neustädtel auf dem Markt mit vertreten und Inhaberin Isabell Kosmitzki sagt: "Der Ostermarkt vor Ostern ist gewollt. Viele fahren über Ostern weg und so können sie vorher noch ihr Osternest mit Regionalem füllen. Außerdem kann man sich im Vorfeld auf die Osterfeiertage einstimmen." Neben den Ständen auf dem Frauenmarkt luden auch Geschäfte der Innenstadt zum Bummeln ein und Werkstätten für Klöppelkunst, Schnitzen und Drechseln hatten geöffnet. Fotografin Mandy Kleinhempel hat Besucher mit einer Oster-Foto-Aktion überrascht. Die 27-Jährige erklärt: "Die Aktion ist gut angekommen. Viele haben die Gelegenheit genutzt, um ein individuelles Geschenk für die Familie zu haben." Tobias und Ramona Markstein aus Hartenstein sorgten am Sonntag für die musikalische Umrahmung. "Wir haben ein Frühlingslied von Anton Günther mit dabei, dass wir modern gestaltet haben. Zudem sind es eigene Lieder, vordergründig Mundartmusik, die wir spielen", so Ramona Markstein.

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