Schwarzwasser könnte kurzzeitig seine Farbe ändern

Sanierung in einem Stollen am Schlosswald in Schwarzenberg notwendig - Trübung laut Oberbergamt ungefährlich

Schwarzenberg.

Im Treue-Freundschaft-Stollen am Schlosswald in Schwarzenberg haben bergtechnische Sanierungsarbeiten begonnen. Wie schon bei früheren Arbeiten dort kann es passieren, dass gelb-brauner Eisenocker aus dem Stollen ins Schwarzwasser gelangt und das Flusswasser färbt. Dem Sächsischen Oberbergamt zufolge sind diese farbigen Sedimente geringfügig und ungefährlich. "Zum Minimieren der Trübung wird im Stollen ein Laufwerk eingebaut, und das Grubenwasser wird über ein Absetzbecken in den Fluss geleitet", so Oberberghauptmann Bernhard Cramer.

Bei einer Kontrollbefahrung im April 2019 war herabgestürzte Masse im sogenannten Durchschnittsschacht zwischen Unterem und Oberem Treue-Freundschaft-Stollen festgestellt worden. Das Bruchmaterial führt zum Rückstau des Grubenwassers. "Setzt sich das ungehindert fort, könnte es zum Verschluss des Stollens und dann zum unkontrollierbaren Wasseraustritt mit weiteren Folgen kommen", so Cramer.

Weil Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht auszuschließen ist, habe das Oberbergamt umgehend Planung und Vergabeverfahren für die zwingend erforderliche Sanierung veranlasst. Die umfasst das Beräumen der Bruchmasse, um eine geordnete und rückstaufreie Wasserabführung im Stollen zu gewährleisten, und einen dauerhaften Ausbau des betroffenen Schachts, um die Schadensstelle und ihr Umfeld zu stabilisieren.

Der Treue-Freundschaft-Stollen, der Grubenwasser aus dem Altbergbauareal östlich von Schwarzenberg ableitet, war vom Mundloch bis zur Grube Gottes Geschick zwischen 2005 und 2009 saniert worden. (stl)

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