Skateranlage in Heide bleibt kein Traum

Mit 302 Unterschriften von Befürwortern sind Schüler im Technischen Ausschuss des Stadtrates aufgekreuzt. Das Anliegen der Jugend wird ernst genommen: Eine Firma beginnt zu planen.

Schwarzenberg.

Nicht schlecht gestaunt haben die Schwarzenberger Stadträte im Technischen Ausschuss im April über den couragierten Auftritt von vier Schülern. Die Neun- bis Zwölfjährigen machen sich für einen Skaterpark im Wohngebiet Heide stark, analog zu der Anlage im Stadtteil Sonnenleithe, und übergaben an Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) und die Stadträte eine Unterschriftenliste. 302 Befürworter hatten unterschrieben. Nachdem es zwischenzeitlich Wahlen gab und die Stadtverwaltung das Anliegen bearbeitete, folgte nun in der ersten Sitzung des neuen Technischen Ausschusses der nächste Schritt. Eine Firma in Nürnberg, die ein Angebot in Höhe von zirka 6800 Euro vorlegte, wurde per einstimmigen Beschluss mit den Planungen für eine Skateranlage im Stadtteil Heide beauftragt.

"Es ist gut, eine Idee der Jugend aufzugreifen und möglichst zügig umzusetzen. Die Jugendlichen fühlen sich ernst genommen", betonte Stadträtin Silke Voigt (WGV). Dem pflichteten weitere Räte bei, so Lilly Vicedom (CDU): "Der erste konkrete Planungsschritt ist zu begrüßen. Der Vorschlag kam ja schon im April."

In einem Gespräch mit den Kindern und einem Elternvertreter waren der Verwaltung Ideen zu möglichen Standorten erläutert und die gewünschten Geräte beschrieben worden. "Der Bereich Oelpfanne ist zu abgelegen. Favorisiert wird eine Grünfläche an der Ecke Bockauer Weg/Eibenstocker Straße. Dort gibt es schon eine Blockhütte als Jugendtreffpunkt und einen Basketballplatz", so Stephanie Etzold aus dem Bauamt. Auf einem Teil der Fläche könnten etwa 400 Quadratmeter für einen Skaterbereich ausgegliedert werden, um darauf zwei, maximal drei Geräte zu errichten. Dafür ist es notwendig, die Fläche unter Erhalt des Baumbestandes zu befestigen.

Roland Küblböck (Bündnis 90/ Grüne) hob die Nähe des ins Auge gefassten Areals zum Haus der Vereine hervor. Ob der abkürzende Weg über die Fläche begehbar bleibt, was Christof Dehnel (CDU) hinterfragte, zeige sich nach erstem planerischen Einordnen, sagte Hiemer. Matthias Schlegel (AfD) wies auf mögliche Interessenkonflikte zwischen den sehr jungen Skatern und dem älteren Streetworker-Potenzial hin, das sich an der Blockhütte trifft. Eswerde ein Miteinander, kein Gegeneinander angestrebt, so die Oberbürgermeisterin. Darum würden auch die Älteren auf jeden Fall einbezogen.

Die Stadtverwaltung prüft, ob eine Möglichkeit besteht, für das Vorhaben Fördermittel zu bekommen. Die grobe Kostenschätzung beläuft sich derzeit auf etwa 100.000 Euro.

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