Stadt will Einfluss auf Nutzung nehmen

Rest des ehemaligen Messgerätewerks soll nicht als Ruine stehen bleiben

Zwönitz.

Zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung auf dem etwa ein Hektar großen Areal zwischen Erhardtgasse, von-Otto-Straße und Am Gaswerk in Zwönitz hat der Stadtrat beschlossen, einen Bebauungsplan zur Nachnutzung des Geländes aufzustellen. Es handelt sich dabei um den Standort des ehemaligen Messgerätewerkes. In den 1990er-Jahren verkauft, hatte der Eigentümer mehrfach gegenüber der Stadt geäußert, dort ein Pflegezentrum errichten zu wollen. Ein Vorbescheid zum Neubau ist abgelaufen.

"Wir glauben nicht, dass das Pflegezentrum am Standort überhaupt realisierbar ist, und wir sehen auch nicht den Willen des Eigentümers", erklärte Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU), warum die Stadt jetzt handeln will. Einzelne Grundstücke wurden von dem Eigentümer bereits weiter veräußert, ist der Stadtverwaltung bekannt. "Wir haben die Befürchtung, dass ein nicht verkäuflicher Ruinenrest übrig bleibt", so Triebert. Ziel sei es daher, die Erschließungskorridore für eine Nutzung als Mischgebiet festzulegen und damit die bauliche Entwicklung aller Teilflächen für die Zukunft zu sichern. Gern würde die Stadt das Grundstück erwerben und dort eine Wohnbebauung entwickeln. Dem Eigentümer wurde wiederholt ein Kaufangebot unterbreitet. Seine Preisvorstellungen seien aber "jenseits von marktgerecht", so Triebert. Um zu verhindern, dass eine Nachnutzung der baulich unbelasteten Randflächen erfolgt und die Gebäuderuine auf einer dann nicht mehr sinnvoll erschließbaren Fläche verbleibt, hat der Stadtrat zudem eine Veränderungssperre im zukünftigen Bebauungsplan-Gebiet beschlossen.

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