Trubel in Zwönitzer Innenstadt

Das Rennwolfrennen und die Kür des Stollenkönigs - Ereignisse, die am vierten Adventssonntag erneut großes Interesse fanden.

Zwönitz.

In der Zwönitzer Innenstadt ist am vierten Adventssonntag richtig was los gewesen. Kurz vor Weihnachten haben sich die Teilnehmer des 2. Zwönitzer Rennwolfrennens sportlich kräftig ins Zeug gelegt, und im Stollenkönig-Wettbewerb ging's um den Geschmack.

Das Rennwolfrennen gewannen mit ihrem Gefährt Lina und Marcus Wagner, die als Team Sparkasse starteten, in 17,169 Sekunden knapp vor den Teams Erzberger 2 (17,176 s) und MC Zwönitz (18,990 s). Mit dem schönsten Kostümen beim 2. Rennwolfrennen waren Judith Lauer und Josefine Troll aus Zwönitz am Start. Die zwei 13-Jährigen hatten bereits voriges Jahr in der Kostüm-Kategorie gesiegt, damals als Grinch-Team. Diesmal ließen sich die Mädchen etwas Neues einfallen. "Wir haben uns gefragt, was für zwei Personen gut passt, originell ist, was es nicht einfach so zu kaufen gibt und was wir selbst herstellen können. Voriges Jahr lief ,Petterson und Findus' im Kino - das haben wir aufgegriffen", erzählt Josefine Troll. Zwei Wochen haben die Mädchen daran gearbeitet. Den Preis in den Händen zu halten, sei ein schönes Gefühl.

Dominik Naumann, der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins Zwönitz, ist selbst mit gestartet. Etwas geschafft meinte er: "Schon 2018 habe ich Nachtwächter Werner Störzel geschoben. Da ging es auf der Schulstraße geradeaus. Diesmal war es deutlich anstrengender, weil es die Lange Gasse bergauf ging." Nächstes Jahr werde die olympische Disziplin angestrebt, "dann müssen wir auch die Streckenlänge genau vermessen", sagt Naumann mit einem Schmunzeln.

Das Erstaunliche sei, wie viele Rennwölfe sich an den Start gebracht werden. Mittlerweile habe man zehn Stück, was schon sehr gut sei, so der Vereinschef. Das Rennwolfrennen ist ein einzigartiges Ereignis. "Dadurch, dass der Rennwolf in Zwönitz erfunden wurde, kann es das ja nirgendwo anders geben", so Naumann. Damit haben die Zwönitzer ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Und wie Anja Schlitz vom Gewerbe- und Verkehrsverein Zwönitz sagt, könne man mit der Teilnehmerzahl, die in diesem Jahr bei 26 Teams lag, zufrieden sein: "Gerade was die Kostüme angeht, so haben sich die Teilnehmer alle viel Mühe gegeben. Man sieht, dass viel Herzblut und Liebe drinsteckt."

Gekürt worden ist im Ergebnis einer öffentlichen Verkostung auch wieder der Zwönitzer Stollenkönig. Die Krone geht in diesem Jahr an die Bäckerei und Konditorei Seifert in Leukersdorf. Es waren 18 Stollen, die diesmal für den Wettbewerb eingereicht worden sind. Von den 135 abgegebenen Stimmen sind 16 auf den Sieger entfallen. Anja Vogel aus Zwönitz hat mit verkostet. "Alle Jahre wieder gehört die Verkostung dazu. Der Stollen ist wieder lecker und schmeckt sehr gut", sagt die 38-Jährige. Sie selbst wollte schon immer einmal einen Stollen einreichen beim Wettbewerb. "Doch weil ich im Einzelhandel tätig bin, fehlt mir im Advent einfach die Zeit, Stollen zu backen. Aber irgendwann wird das schon noch mal werden."

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