Veilchenstars backen in Aue am FCE-Stollen

Eine Bäckerei lässt derzeit eine besondere Spezialität für die Weihnachtszeit herstellen. Dabei spielen drei Fußballstars und ein unterirdisches Lager in Bad Schlema eine Rolle.

Aue.

Der Stollen gehört im Erzgebirge zur Weihnachtszeit einfach dazu. Ob mit Mandeln, Mohn oder Marzipan: Es gibt ihn in vielen leckeren Varianten. Doch das Exemplar, an dem die Bäckerei Schellenberger in Aue derzeit tüftelt, dürfte wohl vor allem Fußballfans des FC Erzgebirge Aue besonders schmecken: ein FCE-Stollen.

Drei Profis haben dafür jetzt ihre Fußballschuhe gegen eine Bäckerschürze und Mütze getauscht und sind am frühen Morgen in die Backstube der Firma Schellenberger auf dem Eichert marschiert. Jan Hochscheidt, Philipp Riese und Fabian Kalig probierten sich dort drei Stunden lang als Hobbybäcker aus.

Wie der Bäckereichef Alexander Schellenberger berichtet, haben die Fußballspieler dabei unter seiner Anleitung mehrere Butterstollen zubereitet - angefangen beim Mischen des Teiges bis zum Formen der Stollen. "Sie sind ganz schön ins Schwitzen gekommen", sagt er. "Die Drei haben sich aber gut angestellt und richtig zugepackt."

Verkauft wird der neue FCE-Butterstollen - der genau gesagt eigentlich "Sonderedition 2019, Stollenmanufaktur Erzgebirge, FC Erzgebirge Aue" heißt - vermutlich ab Ende November. Bis es soweit ist, muss er aber erst einmal unter Tage reifen. "Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die niedrigen Temperaturen können die Aromen richtig durchziehen", erklärt Schellenberger. "Das schmeckt man am Ende."

Und wo lagert ein richtiger FCE-Stollen am besten? Genau: in einem Wismut-Stollen, tief unter der Erde in Bad Schlema. Die Idee für die Kreation hatte Schellenberger nach eigenen Angaben bereits vor etwa zweieinhalb Jahren: "Die Spieler kommen schon immer gern zu uns in die Bäckerei, und mein Vater hat einen guten Draht zu ihnen", erklärt er. Da habe es nahe gelegen, einen Veilchenstollen zu produzieren.

Der Preis für das Gebäck steht bislang noch nicht fest. Bekannt ist derweil: Es wird nur eine kleine, limitierte Auflage von einigen hundert Stück geben. "Alle Stollen sind durchnummeriert. Jeder ist so ein Unikat", sagt der Bäckereichef. Verkauft werden die Butterstollen in einer hochwertigen Dose mit Veilchendesign. Darin soll eine Karte liegen, die Auskunft über das gute Stück gibt.

Und dass nicht jeder Stollen gleich aussieht, weil sie die FCE-Spieler mit der Hand zubereitet haben, "macht ja gerade das Besondere aus", sagt Schellenberger.

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