Verkauf der "Pesta" in Johann'stadt keine Option

Stadtchef will Gebäude erhalten - Stadträtin feilt an einem neuen Konzept

Johanngeorgenstadt.

"Wir sollten die Schule als städtisches Gebäude erhalten." Das sagte Johanngeorgenstadt Bürgermeister Holger Hascheck (SPD) kürzlich bei einer Einwohnerversammlung in der Bergstadt. Diese fand mit rund 200 Zuhörern in der Aula des früheren Gymnasiums statt.

Die Einrichtung, die kurzzeitig auch Mittelschule war, ist seit Jahren dicht, wird kaum noch genutzt. Die Heizung ist kaputt. "Das Gebäude belastet uns, das stimmt. Es verursacht Kosten", so der Stadtchef. Dennoch wolle er es nicht verkaufen. Damit widersprach er indirekt dem Vorschlag von Stadträtin Elke Schleichert (Die Linke). Sie hatte den Verkauf des Gebäudes angeregt. Bürgermeister Hascheck verwies jedoch auf die vielen leer stehenden und maroden Gebäude in der Bergstadt, die zum Teil ausländischen Investoren gehören. Bei diesen habe die Stadt wenig Möglichkeiten, einzugreifen. Stadträtin Ulrike Bosch (CDU) sagte, sie habe ein Konzept für die Zukunft der Schule entwickelt und wolle versuchen, es im nächsten halben Jahr auf den Weg bringen. Details nannte sie noch nicht, sagte aber: "Die Schule soll wieder Schule werden." Dabei könne sie aber nur europäisch denken. Allerdings brauche Johanngeorgenstadt, nicht nur für die Schule, dringend finanzielle Hilfe von Bund und Land. Die Bürger müssten bis heute den Kopf hinhalten für Dinge, die vor 25, 30 oder noch mehr Jahren entschieden worden seien. Bosch zielte damit ab auf den hohen Schuldenstand, der vor allem bei der kommunalen Wohnbau durch Altschulden aus DDR-Zeiten und hohe Sanierungsaufwendungen nach der Wende aufgelaufen seien.

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