VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Wer suchet, der findet

Von Stinkmorcheln nach ertragsarmer Pirsch und von Glückspilzen menschlicher und pflanzlicher Art

Wer in diesen Tagen auf der Suche nach Pilzen durch die Wälder streift, kommt meistens als Stinkmorchel nach Hause. Mit ziemlich schlechter Laune, wie sie sich bei ertragsarmer Pirsch nun mal einstellt. Doch hin und wieder gibt's auch Glückspilze menschlicher und pflanzlicher Art, Beweisfoto in der Zeitung inklusive. Einige Sucher trotzen allen mykologischen Voraussagen - und stolpern über Steinpilze, die andere, auf fette Beute hoffende Spankorb-Träger im Kriechgang übersehen. Nicht wegen des Zwergenwachstums, sondern wegen der Riesendimensionen, die manch Boletus edulis erreicht.

Jede Menge aus dem Wald geschleppt haben drei Mädchen aus Bockau. Allerdings keine rekordverdächtigen Schwamme, sondern Müll und Unrat. Das Ganze nahm Ausmaße an, die sich sonst nur als Halluzination nach dem Verzehr von Magic Mushrooms einstellen. Phänomenal: Der Abfall im Wald wächst schneller nach als Pilze!

Mit dem Nachwachsen ist es ja ohnehin so eine Sache. Dass es möglichst schnell geht, hoffen Naturfreunde für die Blühstreifen, die an Wegen im Luchsbachtal bei Pöhla rasiert wurden. Da suchen Schmetterlinge jetzt vergeblich Nahrung.

Manchmal aber bekommt man etwas, was man gar nicht gesucht hat. So wie die 84-jährige Schönheiderin, die von Fortuna bei einer Auslosung der PS-Sparkassenlotterie geküsst wurde. Die Frau hat keinen Führerschein. Und was gewinnt sie? Klar: Ein Auto - im Wert von bis zu 29.000 Euro! Die Kundenberaterin des Glückspilzes heißt übrigens Pilz.

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