Warum auf dem Zubringer die Markierung fehlt

Vor einigen Wochen ist an der Straße in Aue gebaut worden. Seither fehlen die Linien auf der Fahrbahn. Daran gibt es nun Kritik.

Aue/Schneeberg.

Für viele Autofahrer sind sie seit Wochen ein Ärgernis: fehlende Fahrbahnmarkierungen auf dem Auer Autobahnzubringer (S 255) und auf der Bundesstraße 93 in Schneeberg. Diese waren zunächst entfernt worden, um beide Straßen instand zu setzen. Seit Abschluss der Arbeiten zu Beginn des Monats tut sich nun aber nichts mehr. Neue Linien auf der Fahrbahn? Fehlanzeige. Peter Schlegel aus Aue kritisiert deshalb: "Das geht gefühlt schon seit zwei Monaten so." Er fragt: "Vielleicht können wir mal eine Info bekommen, was dort passiert? Nicht, dass erst ein Unfall passiert, weil die Leute nicht wissen, wo die Fahrspur ist."

Tatsächlich kommt es beispielsweise an der Kreuzung von B 93 und Scheunenstraße in Schneeberg derzeit hin und wieder zu abrupten Bremsmanövern, weil sich Linksabbieger in Richtung Zentrum nicht richtig einordnen und die Geradeaus-Spur blockieren.


Wann kommen also wieder Markierungen auf die Fahrbahn, und was hat es überhaupt mit den Bauarbeiten auf sich? Antworten auf diese Fragen hat das zuständige Landratsamt. Wie Sprecher André Beuthner erklärt, ist auf den genannten Strecken die Fahrbahn mit Hilfe einer sogenannten Oberflächenbehandlung erneuert worden, um so die Lebensdauer der Straße zu verlängern. Auf dem Zubringer betrifft das den Bereich zwischen Ortsausgang Aue und der Einmündung der Straße Dürre Henne. Dabei ist zunächst die Asphaltdeckschicht neu aufgezogen und dann Splitt auf die Straße geschüttet worden. Das Prinzip dahinter: Wenn Autos darüber rollen, walzen die Reifen die kleinen Steine in die Deckschicht - und verschließen so Risse.Beuthner sagt: Der Splitt "muss über einen gewissen Zeitraum bei geeigneter Witterung eingefahren" werden. Zwischendurch die neue Fahrbahnmarkierung aufzubringen, sei nicht sinnvoll.

Auf die Frage, wann damit zu rechnen ist, erklärt er: Das Aufbringen der Markierung erfolge voraussichtlich in der 37. Kalenderwoche. Heißt also: in drei Wochen, frühestens am 9. September. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf rund 140.000 Euro.

Mit den Tempo-50-Schildern, die derzeit am Auer Zubringer stehen, hat die Fahrbahnsanierung übrigens nichts zu tun. Beuthner erklärt: "Die Geschwindigkeitsreduzierung ist für die Unterhaltungsarbeiten durch die Straßenmeisterei vorgesehen, zum Beispiel für die Grasmahd." Die Tempolimits sollen nach Abschluss der Tagesbaustellen wieder entfernt werden.

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