Weg für neuen Pfarrer an St. Georgen frei

Christian Schubert soll Nachfolger von Rolf Scholz in Schwarzenberg werden. Der Kirchgemeinde stellte er sich jetzt vor. Wann er aber von der Pfarrstelle in Langenchursdorf wieder ins Erzgebirge kommt, steht noch nicht fest.

Schwarzenberg.

In einem festlichen, gut besuchten Gottesdienst in der Schwarzenberger St.-Georgen-Kirche hat sich am Sonntag Pfarrer Christian Schubert der Kirchgemeinde vorgestellt. Er hielt eine mit großer Aufmerksamkeit verfolgte Predigt zum Michaelistag. Nach dem Gottesdienst bestand in einer kleineren Runde, zu der auch Schuberts Ehefrau und die beiden Töchter gehörten, die Möglichkeit zu näherem Kennenlernen und zum Stellen von Fragen.

Dabei war zu erfahren, dass sich Christian Schubert seit fünf Jahren im Pfarrdienst befindet und derzeit eine Pfarrstelle im Callenberger Ortsteil Langenchursdorf im Nordosten des Landkreises Zwickau inne hat. Seine Wurzeln liegen aber im Erzgebirge. 1983 in Aue geboren, wuchs er in einem christlichen Elternhaus auf. Die Mutter war Kirchvorsteherin in Aue-Zelle und Prädikantin. So wurde er früh an den Glauben herangeführt, insbesondere durch die Kirchenmusik. Er sang im Kinderchor, schloss sich dem Posaunenchor an. Nach dem Abitur in Aue erfüllte sich der Wunsch für ein Musikstudium nicht - "leider", wie Schubert sagt. Nach einer Überbrückungstätigkeit als Nachhilfelehrer für Mathematik und Physik nahm er ein Studium der Musikwissenschaft und Theologie auf. Einem inneren Ruf folgend, entschied er sich, Pfarrer zu werden und Theologie zu studieren. An das Studium schloss sich die Vikariatszeit in Bernsbach bei Pfarrer Thomas Lißke an, bevor der Ruf nach Übernahme der jetzigen Pfarrstelle im Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz kam.

Der Wunsch nach einer Pfarrstelle im Erzgebirge wurde bei Christian Schubert durch eine Predigt im Rahmen der Gospelnight im Jahr 2016 in Schwarzenberg wach. "Da erfuhr ich von Pfarrer Rolf Scholz, dass er 2019 in den Ruhestand gehen würde. Und als dann die Ausschreibung dieser Pfarrstelle erfolgte, bewarb ich mich sofort." Im Juli 2018 hatten Mitglieder des Schwarzenberger Kirchenvorstands Pfarrer Schubert in seiner Heimatgemeinde in einem Gottesdienst besucht und anschließend ein Gespräch mit ihm geführt.

Nach der persönlichen Vorstellung am Sonntag gab es die unterschiedlichsten Anfragen, so zum Gemeindeaufbau unter den gegenwärtigen schwierigen Bedingungen, da die Kirchen immer leerer werden. Für ihn komme es darauf an, bei allem davon auszugehen, "dass das Glas nicht halb leer, sondern halb voll ist" und dass beim Zusammenlegen von Gemeinden "ein Zusammenwachsen, aber keine Nivellierung" erfolgen soll. Auf die Frage nach dem Kernthema seines Lebens nannte er die Hauptaussage der Bibel, dass Christus gestorben und auferstanden sei. Was sorgt für Balance in Schuberts oft stressigem Dasein? Darauf nannte er an erster Stelle seine Familie, dann die Musik im weitesten Sinne, nicht nur die Kirchenmusik, das Hören derselben, ebenso das eigene Musizieren. "Und natürlich auch meinen Freundeskreis in der erzgebirgischen Heimat."

Hinsichtlich der Problematik Kinderabendmahl sieht er keinen Grund, das geistliche Mahl Kindern zu verwehren. Die Frage nach einem Termin für seinen Dienstantritt in Schwarzenberg konnte er nicht beantworten, weil dies von der abgebenden Gemeinde abhänge. Möglich könnte März 2020 sein.

Nach der Fragerunde traf sich der Kirchenvorstand von St. Georgen. Da es keinerlei Einwendungen gab, wurde der Weg nach Schwarzenberg für den neuen Pfarrer frei.

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