Windkraft: Liste umfasst gut 1300 Unterschriften

Bürgerinitiative "Gegenwind Amtsberg" setzt weiteres Zeichen

Amtsberg.

Gerüchte zum geplanten Windpark im Amtsberger Ortsteil Weißbach sprießen in verschiedene Richtungen. Als auf der betroffenen Anhöhe in Richtung Gelenau vor wenigen Tagen ein Bagger und Transporter mit Kabeltrommeln aufkreuzten, befürchteten manche Anwohner den plötzlichen Baubeginn. Allerdings handelte es sich dabei nur um Arbeiten an Oberleitungen. Die bereits beschlossene Umsetzung des Projekts entspricht also ebenso wenig der Realität wie die Vermutung, dass die Freiberger Firma Sabowind ihr Vorhaben abgeblasen hat. Auch dieses Gerücht hatte die Runde gemacht.

"Im Landratsamt liegt weiterhin keine Anfrage vor", sagte auch Bürgermeister Sylvio Krause während der jüngsten Gemeinderatssitzung. An deren Ende bekam er dennoch von Michael Schubert einen Hefter mit 1307 Unterschriften in die Hand gedrückt, denn Schubert und seine Mitstreiter aus der Bürgerinitiative "Gegenwind Amtsberg" trauen dem Frieden nicht. Die Gefühlslage der Amtsberger, die sich nicht generell der Windkraft entgegenstellen, sondern den Abstand der geplanten Anlage zum Wohnbereich für zu gering halten, liegt zwischen Hoffen und Bangen. "Wir gehen davon aus, dass Politiker wie Michael Kretschmer ihre Versprechen auch halten", sagt Kerstin Geyer, nachdem sich der sächsische Ministerpräsident bei seinem Besuch in Amtsberg für einen größeren Abstand ausgesprochen hatte. Andererseits ist auch den Mitgliedern der Bürgerinitiative klar, dass wegen des Klimawandels die Suche nach alternativen Energiequellen intensiviert wird.

Von der Firma Sabowind war zu erfahren, dass es "derzeit keinen neuen Sachstand" gebe. (anr)

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