Zeit zum Staunen über Albert Major

Die neue Sonderschau des Museums Perla Castrum im Schloss Schwarzenberg rückt einen malenden und zeichnenden Lehrer in den Blickpunkt. Der Künstler war von 1908 bis 1948 eng mit der Stadt verbunden.

Schwarzenberg.

Er war ein Künstler, zweifellos. Auch wenn er sein Geld hauptsächlich als Lehrer verdiente. Nun wird Albert Major, mehr als 60 Jahre nach seinem Tod, in Schwarzenberg eine Sonderschau gewidmet. Also in der Stadt, in der er seit 1908 - erst an der Obererzgebirgischen Frauen- und Haushaltungsschule, später an der Realschule - wirkte und insgesamt rund drei Jahrzehnte lebte, bis er 1948, 70-jährig, mit seiner Frau zur Tochter nach Naunhof bei Leipzig zog.

Majors Schaffen als Künstler lässt den Betrachter staunen. Das betrifft sowohl die Qualität der Arbeiten als auch die Vielfalt der angewandten Techniken. Sein Talent war an der Königlichen Kunstgewerbeschule zu Dresden gefördert worden. Zwar ist Major bisher vor allem als Landschaftsmaler bekannt, doch die Ausstellung ab Samstag im städtischen Museum weitet den Blick auf ein vielseitigeres Schaffen - von Natur- und Perspektivstudien über Landschaftsdarstellungen bis zu Illustrationen, darunter sogar für wissenschaftliche Werke, wie Walter Fröbes "Herrschaft und Stadt Schwarzenberg bis zum 16. Jahrhundert". Immer wieder fand Major Motive, um seine große Heimatverbundenheit auszudrücken - in Ölgemälden und Aquarellen, Federzeichnungen und Grafiken, Holz- und Linolschnitten sowie Radierungen.

Einen Großteil der Exponate für die Schau stellte ein Urenkel aus privatem Besitz zur Verfügung, einiges stammt auch vom Museum selbst.

Die Sonderschau ist vom 15. September bis 28. Oktober im Museum Perla Castrum in Schwarzenberg zu sehen - dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Am 16. September, 14.30 Uhr gibt's eine öffentliche Führung "Auf den Spuren Albert Majors" im Museum.

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