Zwischen gelebter Tradition und einigen Premieren

Das Schneeberger Lichtelfest hat mit seiner Bergparade tausende Besucher begeistert. Doch es gibt auch Neues auf dem Weihnachtsmarkt.

Schneeberg.

Eine ganze Stadt war auf den Beinen und tausende Besucher kamen noch dazu - in der Innenstadt von Schneeberg wurde am Wochenende das Lichtelfest gefeiert. In der Bergstadt findet diese gelebte Tradition mit bergmännischem Brauchtum immer am 2. Advent-Wochenende statt. Höhepunkt war am gestrigen Sonntag die große nächtliche Bergparade des Sächsischen Landesverbands der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, die in Neustädtel begann und auf dem Marktplatz endete. Dabei eingebunden waren 437 Habitträger und 195 Bergmusikanten aus fünf Bergkapellen.

Ray Lätzsch, der Vorsitzende des Landesverbandes und gleichzeitig auch Vorsitzender der Bergbrüderschaft "Schneeberger Bergparade" erklärte: "Es gibt den schönen Spruch 'Alles kommt vom Bergwerk her' - was dahintersteckt, ist gelebte Tradition. Diese den Leuten nahezubringen und an jüngere Generationen weiterzugeben, ist aus meiner Sicht sehr wichtig." Den Schneeberger Weihnachtmarkt findet der 49-Jährige schön, was er sich jedoch persönlich wünschen würde ist, dass der Weihnachtsmarkt unter der Woche eine Stunde länger offen wäre. "In der heutigen Zeit sind die Arbeitszeiten einfach anders und so könnten auch Leute auf den Weihnachtsmarkt gehen, die abends etwas länger arbeiten."

Neben der Tradition setzen die Schneeberger auch auf Modernes und Neuigkeiten. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Schmidt-Bank in Schneeberg sind zum Lichtelfest wieder zu einer Präsentations- und Ausstellungsfläche geworden. Erstmalig dort mit vertreten war Glasmalerin Marlis Patzloff, die ihre Kunst vorgeführt hat. Ob Glaskugeln oder auch durchscheinende Fensterbilder. Die 38-Jährige sagt: "Als ich die Anfrage bekam, musste ich nicht lange überlegen. Leider habe ich aktuell noch kein Motiv, was zu Schneeberg passt, aber fürs kommende Jahr nehme ich das in die Planung mit auf."

Neu auf dem Schneeberger Weihnachtsmarkt ist auch der "Gänseburger", kreiert vom Schwarzenberger Julian Lorenz. Zunächst vorsichtiges Abtasten, doch der Gänseburger kommt an bei den Besuchern. Doch was steckt dahinter? Man kann sagen ein Festtagsmenü auf die Hand angerichtet in einer speziellen Fettsemmel. Zwischen den beiden Hälften: Rotkraut, Kartoffelrösti, Gänsefleisch und Preiselbeeren.

Der Schneeberger Weihnachtsmarkt, der noch bis zum 22. Dezember seine Tore geöffnet hat, soll sich immer weiter entwickeln, und so gibt es auch fürs kommende Jahr bereits Pläne, um ihn noch attraktiver zu machen. Heidi Schmidt, Sachgebietsleiterin Tourismus und Wirtschaftsförderung, erklärt dazu: "Das Lichtkonzept soll erweitert werden. Ziel in den nächsten ein bis zwei Jahren ist es, die Illuminierung zu vervollkommnen und moderner aufzubauen." Bereits dieses Jahr hat man angefangen, einige beleuchtete Bäumchen aufzustellen. Auch die Sitzgelegenheiten wurden mit Girlanden als Beleuchtung versehen.

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