232 Polizei-Bewerber im Kreis

Die Kampagne "Verdächtig gute Jobs" der Sächsischen Polizei läuft seit 2015. Wie sehen die Zahlen im Erzgebirge aus?

Stollberg.

Dieses Jahr haben sich aus dem Erzgebirgskreis 232 Menschen für eine Ausbildung bei der Polizei entschieden. Das sagt Silvaine Reiche vom Präsidium der Bereitschaftspolizei. Das ist der zweitniedrigste Stand seit 2015, als die Polizei-Kampagne "Verdächtig gute Jobs" eingeführt worden ist, um mehr Bewerber für den Dienst als Ordnungshüter zu begeistern. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 354. Ein Jahr später waren es aber nur 327.

Vor der Kampagne gab es allerdings deutlich weniger Neueinsteiger als in allen Jahren danach - im Jahr 2014 zählten die Verantwortlichen gerade mal 188 Bewerber aus dem Erzgebirgskreis. Bei der Laufbahngruppe für ein Studium sind die Zahlen mit etwa 90 pro Jahr dagegen stabil. Die Kampagne wird den Angaben zufolge derzeit überarbeitet und fortgeführt.


Mit ihr wurden einst laut Bereitschaftspolizei auch die Zugangsprämissen verändert - beim Lebensalter galt künftig die Spanne von 16 bis 34 Jahre. Die nötige Körpergröße wurde auf Minimum 160 Zentimeter festgelegt - vermehrt sollten so wohl auch Frauen angesprochen werden. Zahlen darüber gibt es aber nicht. Eine geschlechterspezifische Auswertung der Bewerbungen werde nicht vorgenommen, so Sprecherin Reiche. Generell sagt sie: "Mit den Änderungen der Zugangsvoraussetzungen wurde ein deutlich größerer Personenkreis angesprochen. Im Vergleich zum Start stiegen die Bewerbungen um etwa 90 Prozent an. In den Folgejahren gingen die Zahlen dann aber erwartungsgemäß wieder zurück."

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