Anzahl der Arbeitslosen im Juli leicht gestiegen

Chef der Arbeitsagentur: Zuwachs betrifft fast ausschließlich Jugendliche

Stollberg/Annaberg.

Die Arbeitslosigkeit ist im Monat Juli im Erzgebirge wieder leicht angestiegen. Nach Angaben von Siegfried Bäumler, dem Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz, waren zum Ende des Monats 8118 Menschen als arbeitslos registriert. "Das sind 108 mehr als im Vormonat", konstatiert er. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell bei 4,6 Prozent und somit um 0,1 Prozent höher als im Vormonat. Für Siegfried Bäumler aber eine "sommertypische" Entwicklung.

Der Anstieg betreffe nahezu ausschließlich Jugendliche, erläutert er: "Viele Jugendliche haben die Schule, das Studium oder eine Ausbildung beendet und suchen nun nach einer Arbeit. Der Einstieg ist jedoch nicht immer nahtlos möglich, sodass sich viele erst einmal arbeitslos melden." Allerdings sei das auch genau die Gruppe, "auf die sich die Arbeitgeber stürzen". Er ist daher optimistisch, dass die meisten der Absolventen in den nächsten Monaten vermittelt werden können und somit den Arbeitsmarkt wieder entlasten. Trotz des leichten Anstieges behauptet der Erzgebirgskreis mit diesen 4,6 Prozent auch weiterhin die Spitzenposition in Sachsen - gefolgt von Zwickau und Plauen. Das Schlusslicht der Statistik bildet Chemnitz mit einer Quote von 7,3 Prozent.

Spitzenreiter innerhalb des Erzgebirges ist nach wie vor die Region Zschopau. Die dortige Geschäftsstelle vermeldet mit 3,6 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote und - entgegen dem allgemeinen Trend - auch für den Juli einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. In allen anderen Regionen ist dagegen ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Marienberg mit 4,0 und Stollberg mit 4,1 Prozent. Schwarzenberg liegt bei 4,7 Prozent, Annaberg-Buchholz bei 4,9 Prozent. Das Schlusslicht bildet mit einigem Abstand Aue mit 5,7 Prozent.

Unterdessen wächst der Bestand an offenen Stellen kontinuierlich weiter: Insgesamt sind laut Siegfried Bäumler gegenwärtig 3076 freie Angebote bei der Arbeitsagentur gemeldet. 520 waren allein im Juli neu dazugekommen. Die höchsten Beschäftigungschancen weist die Statistik für das verarbeitende Gewerbe (140 Stellen), das Gesundheits- und Sozialwesen (79 Stellen) sowie für das Baugewerbe (22 Stellen) aus.

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