Auerbach gibt Forderung nach

Nach einer gemeinsamen Baumaßnahme mit dem Wasserversorger hat es Differenzen gegeben. Weil der Vertrag verschiedene Deutungen zulässt, zahlt die Gemeinde nach erster Gegenwehr letztlich doch.

Auerbach.

Die Gemeinde Auerbach wird die vom Regionalen Zweckverband Wasserversorgung Lugau-Glauchau (RZV) im Zusammenhang mit der Erneuerung der Trinkwasserleitung im Burkhardtsdorfer Weg geforderten 17.850 Euro nun doch zahlen. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Fachbereichsleiter Jörg Spiller hatte dem Rat die Zahlung empfohlen, um Gerichtskosten zu vermeiden. Die könnten schnell höher liegen als die Forderung. Die im Vertrag getroffenen Regelungen ließen unterschiedliche Deutungen zu, sagte er. Konkret geht es darum, dass die Gemeinde und der RZV vor der Baumaßnahme 2016 eine Vereinbarung darüber abgeschlossen hatten, den Straßen- und den Trinkwasserleitungsbau gemeinsam zu realisieren. Die Gemeinde schrieb das Bauvorhaben danach komplett aus und stellte dem RZV später dessen Anteil in Rechnung. Aber der sieht für sich einen Nachteil, weil der insgesamt günstigste Anbieter, der den Zuschlag erhielt, beim Los Wasserleitungsbau rund 20.500Euro brutto teurer war als das Unternehmen, das wegen insgesamt höherer Kosten nicht zum Zuge kam. Aus der 20.500-Euro-Forderung wurden später im Zuge eines Vergleichs dann 17.850 Euro. Auerbach hatte diese zunächst nicht zahlen wollen, aber der RZV holte sich Rechtsbeistand und drohte mit Klage.

In der Gemeinde Hohndorf, die - zum Beispiel beim Bau der Ortsdurchfahrt - schon oft als Bauherr für Gemeinschaftsvorhaben auftrat, wird im Vertrag ein sogenannter Vorteilsausgleich festgeschrieben, erklärt Bürgermeister Matthias Groschwitz auf Nachfrage. Bei diesem werden solche Differenzen bei den einzelnen Losen über einen Schlüssel ausgeglichen, sodass einige nachzahlen, andere etwas zurückbekommen. Auch in Lugau wird manchmal, aber nicht immer, mit diesem Vorteilsausgleich gearbeitet, sagt Bürgermeister Thomas Weikert. Wie Spiller sagte, hätte es das Problem im konkreten Fall für Auerbach trotzdem gegeben, denn der Kostenunterschied war extrem.

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