Ausgaben für Reparaturen steigen künftig

Hohndorf hat jahrelang investiert - Nun stehen Erhaltungsmaßnahmen an

Hohndorf.

Nachdem Hohndorf in der Vergangenheit viele Investitionen - beispielsweise in den Straßenbau - getätigt hat, muss die Kommune in den kommenden Jahren wesentlich mehr Geld als bisher für die Erhaltung des Geschaffenen einplanen. Wie Kämmerer Jan Heinzig auf der jüngsten Ratssitzung sagte, steigen deshalb die Aufwendungen für Sach- und Dienstleitungen überproportional an. Lagen sie im Jahr 2016 noch bei reichlich 491.000 Euro, sind 2020 mehr als 657.000 Euro und 2021 knapp 605.000 Euro geplant. Dies geht aus dem aktuellen Finanzplan hervor. Als Beispiele nennt Heinzig die Instandsetzung von reparaturbedürftigen Straßen, die Anfang der 1990er gebaut wurden, sowie die Erneuerung der Dächer von Schule und Kita.

Die größten Investitionen im am Freitag beschlossenen Haushalt für dieses Jahr sind 425.000 Euro für die Sanierung des Schnitzerheims - davon wurden 223.800 Euro gefördert - sowie 315.000 Euro (Zuschuss: 270.000 Euro) für den Ausbau des Fleischerberges. 230.000 Euro stehen für Erwerb und Ausbau der früheren Pension "Zur Eisenbahn" zu Buche und 200.000 Euro für die Erschließung des Wohngebietes Breitscheid II. Hier plant die Verwaltung aber auch mit 108.500 Euro an Einnahmen durch die Vermarktung der Baugrundstücke. Heinzig geht davon aus, dass die Refinanzierung der Erschließung in etwa fünf Jahren abgeschlossen werden kann. Er stützt sich dabei auf "die sehr positive Entwicklung bei den zuletzt erschlossenen Wohngebieten Schöne Aussicht und Breitscheid I".

In der Haushaltssatzung 2018 sind keine neuen Kreditaufnahmen und keine Erhöhung der Hebesätze von Grund- oder Gewerbesteuer vorgesehen. Aufgrund planmäßiger Tilgung der bestehenden Kredite rechnet Heinzig mit einem Rückgang der Pro-Kopf-Verschuldung von 269Euro am Jahresanfang auf 228,76Euro zum Jahresende, wobei die Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum um voraussichtlich 25 auf 3600 sinkt.

Bürgermeister Matthias Groschwitz (parteilos) machte darauf aufmerksam, dass die geplanten Investitionen immerhin 20 Prozent des gesamten Haushaltsvolumens ausmachen und sprach von einer soliden Finanzausstattung.

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