Barrieren im Kopf

Ferienveranstaltung im Bergbaumuseum, es geht um behinderte Menschen und um Barrieren für diese. Und es geht um Barrieren im Kopf. Zwei sind mir an diesem Vormittag begegnet: Ein 63-Jähriger, der seit neun Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, erzählt mir, was er schon oft erlebt hat: Kinder sehen ihn und wenden sich dann flüsternd an die Mutti. Die flüstert zurück. Aber ihn fragt keiner, was mit ihm ist. Eine Barriere im Kopf verhindert es. Auch ich hatte gestern eine: Als mir nämlich eine Blinde sagte: "Ich schreibe blind", fragte ich sie , wie sie das meint. Bei einem Sehenden hätte ich sofort kapiert, dass sie das Zehn-Finger-System beherrscht. (vh)

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