Durchschnittsmiete der WBG auf niedrigem Niveau

Die Wohnungsbaugenossenschaft Zwönitztal hat die Quadratmeterpreise im vergangenen Jahr nur um wenige Cent erhöht.

Thalheim.

Wer in den Häusern der Wohnungsbaugenossenschaft Zwönitztal (WBG) lebt, kann mit günstigen Mieten rechnen. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter ist im Jahr 2019 nur leicht auf 4,36 Euro gestiegen. Im Vorjahr hatte er bei 4,34 Euro gelegen. Zum Vergleich: Mieter in Chemnitz zahlen in mittlerer Lage zwischen 4 und 5,30 Euro.

Die Bilanz der WBG, die rund 800 Wohnungen in Thalheim, Jahnsdorf und Niederdorf vermietet, ist zuletzt in den Räten der Gemeinden vorgestellt worden. Nach Angaben der Geschäftsführerin, Ulla Stecher, hat das Unternehmen 2019 einen Überschuss in Höhe von 115.000 Euro erzielt. Das Plus resultiert zum einen aus den gestiegenen Mieteinnahmen. Zum anderen konnte bei den Ausgaben gespart werden, etwa bei den Kosten für Reparaturen, die geringer ausfielen als erwartet.

Rund 740.000 Euro hat die WBG 2019 investiert, um Wohnungen zu modernisieren und instand zu halten. So wurden in Jahnsdorf beispielsweise Treppenhäuser und Heizungen in Schuss gebracht. An der Straße Siedlung wurden Fassaden gestrichen. In Niederdorf haben Handwerker Fenster erneuert und Lampen ersetzt. Und in Thalheim war die WBG Bauherr des Generationenspielparks.

Noch vor ein paar Jahren war die WBG hoch verschuldet, bei Banken hatte das Unternehmen keinen guten Stand. Doch die finanzielle Lage hat sich zuletzt deutlich verbessert. Betrugen die Schulden im Jahr 2013 mehr als 10 Millionen Euro, standen 2019 noch 7,7 Millionen Euro zu Buche. Banken bewerten die Kreditwürdigkeit der WBG mittlerweile mit der Höchstnote. Dass bei der WBG solide gewirtschaftet wird, zeigt auch die relativ hohe Eigenkapitalquote, die bei etwa 50 Prozent liegt. Ulla Stecher zufolge kommen vergleichbare Wohnungsbaugesellschaften in Ostdeutschland im Durchschnitt auf 40 Prozent.

Eine weitere Zahl, die von der WBG stolz präsentiert wird, ist die Leerstandsquote. Der Anteil schwankt seit Jahren um die 12-Prozentmarke. Sieht man von Objekten ab, die zum Verkauf stehen oder modernisiert werden, beträgt die Quote sogar nur 7,5 Prozent. Aus Sicht der WBG ist das ein guter Wert. Wobei es hier auf die Perspektive ankommt. Aus Mietersicht kann die geringere Quote ungünstig sein, weil damit ein kleineres Angebot an verfügbaren Wohnungen einhergeht. So erreichte die WBG in Jahnsdorf Ende 2019 eine Leerstandsquote von null Prozent.

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