Gemeinde prüft rechtliche Schritte

Jahnsdorf, Thalheim und Lugau lehnen Angebote der Verkehrsbehörde ab

Jahnsdorf.

Nachdem Jahnsdorf das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) nicht davon überzeugen konnte, mehr Geld für die Sanierung der ehemaligen Staatsstraße S 257 zu zahlen, gibt die Gemeinde ein Rechtsgutachten in Auftrag. Laut Bürgermeister Albrecht Spindler haben die Räte entschieden, das Angebot der Behörde abzulehnen. Höchstens 117.000 Euro wollte das Lasuv zahlen.

Die Staatsstraße S 257 führte einst von Thalheim über Jahnsdorf und Seifersdorf bis nach Ursprung. Der Freistaat hatte die Fahrbahn Anfang der 1990er-Jahre ins Staatsstraßennetz aufgenommen. Später wurde die Staatsstraße zurückgestuft. Heute sind der Erzgebirgskreis, Thalheim, Lugau und Jahnsdorf für verschiedenen Abschnitte zuständig. Gestritten wird nun wegen der sogenannten Einstandspflicht: Bei der Herabstufung einer Straße muss die Fahrbahn in angemessenem Zustand übergeben werden. Weil dies nach Ansicht von Spindler nicht geschehen ist, erhob Jahnsdorf Widerspruch - auch im Namen der anderen Gemeinden. Spindler verlangt einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro, um einen Abschnitt zwischen Seifersdorf und Ursprung auszubauen, einen Radweg hinzuzufügen und auf den übrigen Abschnitten Reparaturen vorzunehmen. Insgesamt 1 Million Euro würde das Spindler zufolge kosten.

Während der Erzgebirgskreis nichts zu beanstanden hat, sind auch Thalheim und Lugau unzufrieden mit den Summen, die ihnen angeboten wurden. Für die rund 100 Meter, die zu Lugau gehören, sollte die Stadt etwa 1400 Euro bekommen. Nach Ansicht von Bürgermeister Thomas Weikert sind jedoch 30.000 Euro nötig, um die Fahrbahn zu erneuern. Was Thalheim angeht, so hatte das Lasuv mit 11.400 Euro gerechnet. Bauamtschef Roland Wegener sagte schon vor einigen Monaten, dass die Stadt mindestens das Doppelte braucht.

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