Gönner helfen Gotteshaus

Der Förderverein Marienkirche Gersdorf hat in 20 Jahren rund 115.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen und Spenden in den Erhalt des Baudenkmals gesteckt.

Gersdorf.

Der Turm der Gersdorfer Marienkirche ist schon von Weitem zu sehen. Das Gotteshaus ist zweifellos das Wahrzeichen des Ortes. Und das liegt vielen Gersdorfern am Herzen. Einem Dutzend Gersdorfer Bürgern war die Kirche so wichtig, dass sie vor 20 Jahren, am 18. September, einen Förderverein gründeten. Das Ziel des Vereins: Die im 19. Jahrhundert gebaute Kirche als Baudenkmal erhalten.

Der damalige Bürgermeiste Günter Löffler und sein Nachfolger Wolfgang Streubel hatten die Initiative ergriffen. Zunächst hieß es: Klinken putzen, viele Leute, auch Nichtkirchenmitglieder für die Erhaltung der Kirche zu gewinnen. Noch wichtiger war es, jede Menge Spenden zur Finanzierung jener Vorhaben zu bekommen, die nicht förderfähig waren. Längst wissen die Gersdorfer: Ohne den Verein wären viele Teilprojekte überhaupt nicht machbar gewesen. Mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen wurde beispielsweise die neue Freitreppe vor dem Turm finanziert, auch die Außenleuchten und die Wegebeleuchtung. In der Bilanz des Vereins finden sich ebenso die Zwickelbilder über der Apsis, die Farbglasfenster, die Restaurierung des Kristallleuchters in der Apsis. Der Verein beteiligter sich an der Finanzierung des Geläuts. Nicht nur zur Generalsanierung der wertvollen Jehmlich-Orgel im Jahr 2018 steuerte der Verein Geld bei, sondern bewältigte auch kleine Projekte im Umfeld der Kirche, so die Sanierung der "Runden Ecke" am Weg zur Kirche. In den vergangenen 20 Jahren investierte der Verein rund 115.000 Euro in eine ganze Reihe von Sanierungsmaßnahmen.

Heute zählt der Verein 53 Mitglieder. Geleitet wird er von der ehemaligen Brauereichefin und Gemeinderätin Renate Scheibner. Sie hat den Job quasi 2012 von Altbürgermeister Löffler geerbt. "Wie ihr Vorgänger leitet sie den Verein ausgesprochen engagiert und mit immer neuen Zielvorgaben", lobt Pfarrerin Barbara Schmidt. Beim Sommertreff am 18. September, 18 Uhr in der Marienkirche kann sich jeder von der Verwendung der Mittel überzeugen.

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