Gornsdorf setzt Regelung zu Schulbezirk vorerst aus

Vereinbarung mit Zwönitz wird kommendes Schuljahr nicht vollzogen - Thema ist aber damit nicht vom Tisch

Gornsdorf.

Im Streit um die Umsetzung einer Vereinbarung, die den Schulbezirk der Gemeinde Gornsdorf mit Hormersdorf regelt, schaltet Gornsdorf einen Gang zurück. Der Gemeinderat hat bei einer Enthaltung einstimmig entschieden, den Vollzug der Vereinbarung mit der Stadt Zwönitz als Rechtsnachfolger der Gemeinde Hormersdorf für das Schuljahr 2019/20 auszusetzen.

Grund ist, dass die Gemeinde für dieses Schuljahr genügend Kinder für eine erste Klasse hat. Nach derzeitigem Stand werden im Sommer 17 Kinder aus Gornsdorf und vier Kinder aus Meinersdorf - vorausgesetzt die Ausnahmen werden genehmigt -eingeschult. "Wir sind für das kommende Schuljahr deshalb nicht darauf angewiesen", sagte Bürgermeisterin Andrea Arnold (CDU) im Rat. "Das heißt aber nicht, dass das Thema vom Tisch ist."

Denn dies ist ein heißes Eisen zwischen Zwönitz und Gornsdorf. Im Jahr 2017 war in Zwönitz jene bis dato offenbar in Vergessenheit geratene Vereinbarung zwischen Hormersdorf und Gornsdorf aus dem Jahr 2005 aufgefallen. Diese legt fest, dass Hormersdorfer Grundschüler, die nicht die dortige private Schule besuchen, in Gornsdorf eingeschult werden. Pro Jahrgang sind das meist zwei bis drei Kinder. Nur: Seit fast zehn Jahren gehen diese nach Dorfchemnitz. Zwönitz hält die Zweckvereinbarung für per se nicht existent, weil sie seit Jahren nicht mehr praktiziert wird, Gornsdorf pocht indes auf die Umsetzung - auch weil der kleine Ort von Schulanfängern nicht gerade überrannt wird. (kan)

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