Jahnsdorfer Räte wählen Stellvertreter des Bürgermeisters

Die Vertreter der CDU und der Freien Wähler setzen sich gegen die AfD und die Neue Liste durch.

Jahnsdorf.

Die Jahnsdorfer Gemeinderäte haben am Montagabend im Rathaus die zwei bisherigen Stellvertreter des Bürgermeister wiedergewählt: Andrè Vágó (CDU) wurde erster Stellvertreter, Christine Böhm (Freie Wähler) zweite Stellvertreterin. Auf Wunsch von Carsten Kinas (AfD) und Mario Löffler (Neue Liste/NPD) stimmten die Räte geheim ab. Eine Wahlkommission aus Mitarbeitern der Verwaltung zählte die Stimmzettel aus.

Um den Posten des ersten Stellvertreters hatte sich außer Vágó auch Kinas beworben. Vágó erhielt zwölf von 17 Stimmen, Kinas fünf. Bei der Wahl zum zweiten Stellvertreter konkurrierte Mario Löffler mit Christine Böhm. Da seine Fraktion als zweitstärkste bei der Kommunalwahl abgeschnitten und er selbst die zweitmeisten Stimmen im Ort geholt hatte, sei es angemessen, wenn er zum zweiten Stellvertreter gewählt würde, sagte Löffler. Die Mehrheit der Räte sah das anders.: Von 16 Stimmen bekam Böhm zehn, Löffler sechs. Ein Stimmzettel war ungültig.

Am Montag wurden zudem die die Mitglieder der Ausschüsse bekannt gegeben. Im Technischen Ausschuss sitzen Maik Höfer und Steffen Mittelbach für die CDU, Mirko Schumacher für die Neue Liste, Bernd Krajewski für die AfD, Sandro Fiedler für die Freien Wähler und Jürgen Eibicht für die SPD/Linke-Fraktion. Mitglieder im Verwaltungsausschuss sind Andrè Vágó und Ralf Kreißig für die CDU, Mario Löffler für die Neue Liste, Carsten Kinas für die AfD, Christine Böhm für die Freien Wähler, Jürgen Eibicht für die SPD/Linke-Fraktion.

Bürgermeister Spindler rief die Räte in einer kurzen Ansprache dazu auf, sich gegenseitig mit "Respekt und Anstand" zu begegnen, egal welcher politischen Richtung sie angehören. Nach der Kommunalwahl im Mai sitzen außer Mitgliedern der Neuen Liste um NPD-Mann Löffler nun auch erstmals Vertreter der AfD am Rätetisch.

Die Räte hoben am Montag zudem einen alten Beschluss auf, wonach die Sitzungen in verschiedenen Gaststätten und Lokalen stattfinden sollten, um mehr Einwohner anzuziehen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass diese Strategie nicht aufgeht, sagte Spindler.

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