Katholiken gründen neue Pfarrei mit Sitz in Aue

Gemeinde Mariä Geburt hat jetzt 3500 Mitglieder - Bischof zu Gottesdienst

STollberg/Zwönitz/Aue.

Seit wenigen Tagen gibt es die neue katholische Pfarrei Mariä Geburt Aue, die aus dem Zusammenschluss der bisherigen Pfarreien Schwarzenberg, Stollberg, Zwönitz und Aue hervorgegangen ist. Rund 350 gläubige Gäste waren jüngst bei dem Gottesdienst in der Katholischen Kirche Aue mit Bischof Heinrich Timmerevers anwesend.

Die neue Gemeinde hat 3500 Mitglieder. Eine Änderung gab es noch einmal beim Namen: Statt St. Marien, wie die ursprüngliche Festlegung lautete, heißt sie jetzt Mariä Geburt. Patronatstag ist der 9. September. "Der Bischof hat das noch mal umgestoßen", sagt Dominikus Goth, Pfarrer in Schwarzenberg. Er habe eine Spezifikation im Namen gewünscht.

Goth war bislang leitender Pfarrer der jetzt fusionierten katholischen Gemeinden. Nun ist es Winfried Kuhnigk, bisher Pfarrer von Mater dolorosa in Aue. Auch in Vorbereitung auf sein neues Amt weilte Kuhnigk jüngst zu Exerzitien in Italien, das sind geistliche Übungen zur intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott. Deshalb gab zunächst noch Goth Auskunft zur vereinigten Gemeinde, obwohl er im Sommer Schwarzenberg verlässt. Die Pfarrerstelle dort wird nicht neu besetzt.

In seiner Predigt verglich der Bischof das Zusammengehen der katholischen Gemeinden mit der Sternsuche der Heiligen Drei Könige, die womöglich ganz unterschiedlich für die weite Reise gestimmt waren: Der eine sicherlich leidenschaftlich und begeistert, der andere vielleicht zögerlich hoffend, der dritte womöglich mit dem Gedanken "Bleiben wir doch lieber hier" schon von vorherein mutlos. Auch in den Gemeinden des Westerzgebirges habe es im Neugründungsprozess unterschiedliche Stimmen gegeben, habe man immer wieder um einen gemeinsamen Weg ringen müssen.

Auch in den katholischen Gemeinden des Westerzgebirges geht die Zahl der Mitglieder zurück. Das zwingt dazu, mit weniger Personalstellen für die Zukunft zu planen. Gottesdienste könnten zusammengelegt werden, und es ist unklar, ob die katholische Kirche alle ihre Immobilien erhalten kann.

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