Kita-Kosten: Elternbeitrag reicht nicht mehr aus

Hohndorf passt Höhe ab Juli an erneut gestiegene Betriebskosten an

Hohndorf.

Weil die bisher gezahlten Elternbeiträge und Kommunalanteile nicht mehr ausreichen, um Personal- und Sachkosten in den Kitas der Gemeinde zu finanzieren, passt Hohndorf ab Juli erneut die Höhe der Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in Krippe, Kindergarten und Hort an. Der Gemeinderat gab dem Vorhaben auf seiner jüngsten Sitzung das Okay. Mit den neuen Beitragssätzen liegt die Gemeinde in der Region im Mittelfeld, sagte Bürgermeister Matthias Groschwitz (parteilos ) und legte Zahlen vor: Zum 1. Januar kostete eine neunstündige Kindergartenbetreuung beispielsweise in Hohndorf 105 Euro, das entsprach 25,68 Prozent der Betriebskosten, in Oelsnitz waren es beispielsweise 119,98 Euro und in Stollberg 123 Euro.

Festgelegt wurden nicht wie bisher feste Geldbeträge, sondern Prozentsätze. So sollen die Elternbeiträge in der Krippe 21 Prozent sowie im Kindergarten und im Hort jeweils 27 Prozent der Betriebs- - also Personal- und Sachkosten - betragen. Damit liegen die Elternbeiträge noch unterhalb der vorgeschriebenen Höchstbeträge, die in der Krippe bei 23 und bei Kindergarten und Hort bei 30 Prozent liegen. Der Vorteil der prozentualen Festlegung sei, so Groschwitz, dass der Rat nicht bei jeder Veränderung der Betriebskosten erneut einen Beschluss fassen muss.

Zuletzt waren insbesondere die Personalkosten angestiegen - infolge des neuen Betreuungsschlüssels. Dass jetzt pro Erzieher weniger Kinder betreut werden, bedeute auch eine höhere Qualität, betonte Groschwitz. Auf Elternbeiträge im Vorschuljahr generell verzichten, wie es mitunter gefordert werde, könne und wolle man nicht, sagte er in dem Zusammenhang. "Wir sind eine einkommensschwache Gemeinde und müssen Einkommen generieren." Zudem sei eine Beitragsbefreiung kein Schritt zur Qualitätserhöhung. Darum verwende man das Geld lieber, um gute Bedingungen für die Kinder zu schaffen. Für Eltern mit mehreren Kindern gebe es Staffelungen, sozial schwache Familie könnten zudem Unterstützung beim Amt beantragen. "Aus finanziellen Gründen muss kein Kind daheimbleiben."


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