Landesgartenschau: Keine hundert Tage mehr bis zur Eröffnung

Ab 20. April wird das sächsische Gartenfestival in Frankenberg seine Tore für die Besucher öffnen. Bis dahin ist noch viel zu tun, die Verantwortlichen um den bereits in Oelsnitz tätig gewesenen Geschäftsführer Jochen Heinz sind aber guter Hoffnung, auch mitten im Schnee.

Frankenberg.

Schneetreiben, heftiger Wind und gut zehn Zentimeter weiße Pracht unter den Füßen. Dennoch zeigte sich Jochen Heinz, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau (Laga) 2019 in Frankenberg gut gelaunt. Keine hundert Tage mehr sind es noch bis zur Eröffnung. Die Feier gibt es am 20. April, dem Samstag des diesjähriges Osterfestes. "Die Schneeschicht ist für unsere Pflanzen nur von Vorteil", erklärt Heinz. "Viel besser, als strenger Frost im Boden."

Dafür ruhen derzeit aber fast alle Arbeiten im Außenbereich. "Wir haben gut einen Monat Puffer", sagt Heinz, der schon mehrere Gartenschauen in Sachsen geleitet hat. Zuletzt im erzgebirgischen Oelsnitz, wo es sogar 2015 nach der Eröffnung noch etwas Schnee gegeben habe. "Sorgen machen wir uns nicht", versicherte er. "Es wird alles fertig werden." Die Arbeiter in der künftigen Blumenhalle, deren gläserne Fassade noch verschlossen werden muss, waren am Mittwoch gut gelaunt, einer sang sogar Lieder aus dem Baustellenradio mit. Derzeit wird das Erdgeschoss für den Einzug der Gastronomie vorbereitet, parallel dazu wird der Aufgang um den "Time-Cube" geschweißt. Dieser Würfel soll auch Bestandteil des nach der Laga dort vorgesehenen Museums "Zeit-Werk-Stadt" sein. Die Stadt lässt sich den gigantischen Videowürfel rund 900.000 Euro kosten.

In den Außenbereichen werden neben den Pflasterarbeiten vor allem noch Pflanzungen vorgenommen. In allen Bereichen werden weiterhin Beete der Wechselflorflächen angelegt sowie Gehölze gepflanzt. Während die Blumenzwiebeln für den Frühjahrsflor bereits im Herbst gesetzt wurden, kommen die Frühjahrsblüher erst im April, also kurz vor der Eröffnung in die Erde.

Bei den Spielplätzen ist ein Großteil geschafft: So wurden die Geräte des Sparkassen-Kletterparks und des Wasserspielplatzes aufgestellt. Gartenbau-Betriebe haben mit dem Anlegen der Themengärten begonnen.

Im Mühlbachtal muss zum Beispiel noch das "grüne Klassenzimmer" aufgebaut werden. Auch etliche Bauzäune sollen noch durch feste Bauwerke ersetzt werden. Der Tunnel unter der Sachsenstraße ist bereits fertig. Zu sehen sind schon die Auslass-Tore, allerdings noch nicht an den richtigen Stellen. Durch diese Drehtüren könne Gäste das Gelände verlassen, laut Heinz passen da auch Rollstuhlfahrer durch. Im Vorverkauf wurden bereits 4696 Dauerkarten abgesetzt, doppelt so viele wie nach eigener Zielstellung. Mehr als 7400 Tageskarten wurden verkauft.

Während des Gartenfestivals können die Besucher an zwei Bühnenstandorten mehr als 300 Veranstaltungen erleben. Am Eröffnungstag spielt die Gruppe Voxxclub, die Hochseiltruppe Geschwister Weisheit ist am 1. und 2. Juni zu Gast. Ein Programmheft und ein neuer Flyer sind ebenso in Arbeit wie die Gestaltung der Eröffnungsfeier.


Tipp: Mit Leserkarte günstiger

Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten, so auch die Auftritte von Firebirds ( 22. April), Rudy Giovannini (12. Mai), Frank Schöbel (4. August) und Gerhard Schöne (11. August). Einzige Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Leserkarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenfrei mitnehmen.

Tickets für die Landesgartenschau in Frankenberg sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Weitere Beiträge lesen Sie im Internet.

www.freiepresse.de/laga2019

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