Linke hat Ideen für Einkommensschwache in petto

Wahlen 2019 Glatte Straßen, gute Schulen, schnelles Internet: Mit welchen Themen wollen Parteien und Wählergemeinschaften bei Kreistagswahl besonders punkten? Heute: Die Linke.

Annaberg-Buchholz.

Als die Erzgebirgssparkasse vor fünf Jahren begann, ihr Filialnetz zu verkleinern, war die Aufregung groß. Auch am Annaberger Herzog-Georg-Ring. Geldautomat und Kontoausdrucksdrucker blieben zwar stehen. Doch den Ärger bekam auch Frank Dahms zu spüren. Der Fraktionschef der Linken im Kreistag war damals im Verwaltungsrat der Erzgebirgssparkasse und hat die Beschlüsse mitgetragen. "Weil es notwendig war", so Dahms. Die Sparkasse musste wettbewerbsfähig bleiben, davon hätten ja alle was, etwa durch Ausschüttungen für soziale Projekte in der Region. Mittlerweile habe sich die Aufregung gelegt. Doch auch künftig will Die Linke das Problem auf dem Schirm haben: Weitere Schließungen darf es nur geben, wenn die Sparkasse wie bisher Alternativen anbietet. Und da gebe es jetzt schon einiges von Online bis hin zur Beratung zu Hause - ohne weite Wege, so Dahms.

"Zukunftsträchtige Änderungen ja, aber nicht auf Kosten der kleinen Leute", so beschreibt Kreischef Holger Zimmer das Wahlprogramm seiner Partei für den Kreistag. Ob Breitbandausbau oder Radwege, ob entgeltfreier Schülerverkehr oder mehr Ärzte - Die Linke, die bei der Wahl mit 51 Kandidaten antritt, werde sich keiner Idee entgegenstellen, die das Leben der Erzgebirger einfacher, sicherer und besser mache.


Basis für vieles sei Mobilität für alle. Deshalb werden sich die Linken überall einbringen, wo auf Straße und Schiene Fahrpläne ausgebaut, kleinere Orte eingebunden, Haltestellen barrierefrei gestaltet und Tickets kostengünstiger beziehungsweise kostenlos werden. Für entgeltfreien Schülerverkehr setze man sich schon lange ein. Gut wären zudem gesenkte Fahrpreise für Vielfahrer und langfristig am besten ein entgeltfreier Öffentlicher Personennahverkehr. Und wo immer es geht, werde man auch selbst Ideen unterbreiten. Dahms verweist beispielsweise auf die Gründung einer Kulturloge. Deren Mitglieder, etwa landkreiseigene Einrichtungen, könnten ein Budget von Eintrittskarten für einkommensschwache Mitbürger vorhalten. "Damit könnte man bestimmt ein Stück gesellschaftliche Zufriedenheit zurückholen und Frust abbauen", so Dahms.

Auch hält es Die Linke für wichtig, die Transparenz der Kreistagsarbeit zu erhöhen. "Sitzungen sollten unbedingt live im Internet übertragen werden", so Dahms. In Annaberg gebe es seit 20 Jahren Berichterstattung im Fernsehen. "Und plötzlich wird man von Leuten auch zu konkreten Themen angesprochen."

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