Lugauer hoffen auf Erfolg beim Schulgartenwettbewerb

Nach einem Arbeitseinsatz präsentiert sich das Gelände der Oberschule am Steegenwald aufgeräumt und farbenfroh.

Lugau.

Zum ersten Mal hat sich die Oberschule am Steegenwald an einem Schulgartenwettbewerb des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus beteiligt. Mit dem eingereichten Wettbewerbsbeitrag gehören die Lugauer mit 29 weiteren Schulen aus ganz Sachsen zu den Siegern der 1. Stufe des über zwei Jahre angelegten Wettbewerbes. Angelehnt an das vorgeschlagene Thema möchte sich die Schule in kleinen und großen Schritten auf dem Weg zu einer guten, naturnah gestalteten Oase machen. "Die 400 Euro Preisgeld sowie weitere Zuwendungen von Sponsoren und der Stadt werden natürlich sinnvoll für Veränderungen im Schulgelände verwendet", erklärt Andrea Melzer, Lehrerin für Biologie und Chemie. Denn Erfolg spornt an. Zwei Projekte sollen verwirklicht werden: Die Neugestaltung des Schulgartens und nach dem Motto "Aus grau mach grün" die Umnutzung des ehemaligen Volleyballplatzes. Die Schüler haben sich ein grünes Klassenzimmer mit Sonnensegel gewünscht.

Harken, jäten, pflanzen, entästen, streichen - mehr als hundert Mädchen und Jungen der Oberschule am Steegenwald sowie zahlreiche Eltern, Großeltern und Geschwister beteiligten sich an einer Frühjahrsaktion rund um das Schulgelände. "Ich habe gestaunt und mich sehr gefreut, wie viele Freiwillige gekommen sind, um mitzuhelfen", so Andrea Melzer.

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Nachdem die Achtklässler den Pausenhof vom Winterschmutz befreit hatten, herrschte Gewusel im mehr als 1000 Quadratmeter großen Schulgartengelände. Mit Gehwegplatten verlegen, den Grillplatz säubern, Unkraut zupfen sowie Blumen und Kräuter pflanzen, haben die Hobby-Gärtner das Areal aufgehübscht. Das schattige Gelände mit kleinen Beeten als Farbtupfer ist als Grillplatz beliebt, wird aber auch gerne von den Schülern zum Aufenthalt in den Pausen genutzt.

Mit dabei waren zehn Mädchen und Jungen aus den Klassenstufen 6 bis 9 der seit vergangenem Schuljahr bestehenden Schülerfirma. "Als Schüler möchten wir für andere Schüler da sein", erklärt Hannes Voigtländer aus der 7. Klasse. Die Schülerfirma bereitet allein oder gemeinsam mit dem Schülerrat schulinterne Veranstaltungen, wie den Tag der offenen Tür, Kuchenbasar oder zwei Arbeitseinsätze pro Jahr im Schulgelände vor.

Und auch die Zusammenarbeit mit der Stadt ist den Schülern wichtig. "Wir haben sogar schon für ein Event mit dem Bürgermeister gekocht", erzählt Hannes. Je nach Interesse sind die Jugendlichen zum Beispiel in den Bereichen Foto, Catering, Kreatives, Texte oder - wie besonders an diesem Tag - als Handwerker aktiv. Die Aufgabe war, das 250 Meter lange Gestell des Ballfangnetzes am nicht mehr genutzten Volleyballplatz zu entrosten und zu streichen. Es soll als Rankgitter für Blühpflanzen im künftigen grünen Klassenzimmer dienen. Die ersten Clematispflanzen haben die Jungs auch schon in die Erde gebracht. "Ich mache gerne mit, es kommt doch allen zugute. Etwas Sinnvolles zu tun, ist auf jeden Fall besser, als nur rumzusitzen", meint Max Aichmann, Schüler der 9. Klasse und in der Schülerfirma aktiv. "Nicht nur meckern, auch was tun. Es ist wichtig, dass die Schüler merken, wir können etwas bewirken. Es wäre schön, wenn sie davon auch für später etwas mitnehmen", sagt Dana Hocher, Lehrerin an der Oberschule am Steegenwald.

Nach reichlich zwei Arbeitsstunden sieht der Schulgarten aufgeräumt und bunt aus. Die Pflege übernehmen Mädchen und Jungen verschiedener Arbeitsgemeinschaften. "Toll wäre es auch, wenn wir im Schulgartenwettbewerb eine Runde weiter kämen", hofft Andrea Melzer.

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