Oelsnitz bekommt Baum mit Symbolkraft

Pflanzaktion auf der Wiese vor der Stadthalle lockt 60 Gäste an

Oelsnitz.

Mit der Pflanzung eines Lutherbaumes auf der Wiese vor der Stadthalle befindet sich Oelsnitz seit dem gestrigen Donnerstag in bester Gesellschaft: Die über drei Meter hohe Scharlach-Eiche ist einer der letzten Bäume, die seit 2008 weltweit unter dem Motto "500 Bäume für Wittenberg" gepflanzt worden sind, darunter im Vatikan und in vielen Ländern von Afrika bis Asien.

Gedacht wird mit dieser Aktion des Thesenanschlags von Martin Luther im Jahr 1517. Der Kirchenbezirk Annaberg ist quasi in letzter Minute zum Zuge gekommen: Bei einem Pfarrertreffen vor einem Jahr hatte Pastor Joachim Zirkler vom Lutherischen Weltbund-Zentrum erwähnt, dass noch drei Bäume der Aktion übrig sind. "Da haben wir sofort gesagt: Unser Kirchenbezirk übernimmt einen davon", so Superintendent Olaf Richter. Und so wurde zunächst am 23. Mai ein Spitzahorn in Wittenberg gepflanzt. Um die weltweite Verbundenheit der Gemeinden zu verdeutlichen, sollte nun als Pendant ein Baum in der Spendergemeinde gepflanzt werden. "Es gibt zwei Gründe, dass unser Baum nach Oelsnitz gekommen ist: Oelsnitz war aktiv und schnell. Sogar der Bürgermeister hat mich angerufen. Außerdem ist der Standort hervorragend - er liegt zentral und direkt am Jakobsweg", so Richter. Bürgermeister Bernd Birkigt begründet die Wahl von Standort und Baumart: "Das ist ein Platz, an dem der Baum gut wachsen kann, wo die Menschen verweilen, ein Platz mitten im Leben. Außerdem sagt man der in Nordamerika beheimateten Scharlach-Eiche nach, dass sie auch mal einen trockenen Sommer übersteht." Begleitet wurde die Pflanzaktion vom Posaunenchor.

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